2:2 in Hannover St. Pauli gleicht in der letzten Minute aus

In einem abwechslungsreichen Zweitliga-Topspiel schafft St. Pauli in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ausgleich gegen Hannover. Ein umstrittener Handelfmeter bringt die Gemüter in Rage.
Torschützen unter sich: St. Paulis Johannes Eggestein (r.) und Jackson Irvine

Torschützen unter sich: St. Paulis Johannes Eggestein (r.) und Jackson Irvine

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Swen Pförtner / dpa

Hannover 96 hat in der 2. Fußball-Bundesliga erneut einen Rückschlag in der Schlussminute erlitten. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl kam nach der Last-Minute-Pleite beim 1. FC Kaiserslautern am Samstagabend im Topspiel gegen den FC St. Pauli trotz Führung nur zu einem 2:2 (1:1). Die Gäste glichen in der fünften Minute Nachspielzeit aus.

Der gebürtige Hannoveraner Johannes Eggestein brachte St. Pauli früh in Führung (4.), Sebastian Kerk per zweifelhaften Handelfmeter (33.) und Derrick Köhn (71.) mit einem Distanzschuss (71.) drehten die Partie für Hannover. Jackson Irvine (90.+5) erzielte den späten Ausgleich.

Aufregung gab es um einen Strafstoß: Nach einer halben Stunde zeigte Schiedsrichter Felix Zwayer auf den Elfmeterpunkt, St. Paulis Jakov Medić hatte den Ball an den angelegten linken Arm bekommen – Kerk verwandelte sicher. Die »vorliegenden Kameraperspektiven« seien nicht ausreichend gewesen, um die Wahrnehmung des Referees »zweifelsfrei widerlegen« zu können, twitterte der Deutsche Fußball-Bund über seinen Schiedsrichter-Account und kritisierte somit den VAR-Einsatz.

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»Keiner fordert Hand, keiner sieht Hand. Wir müssen aufpassen, wofür wir denn heutzutage noch Elfmeter geben«, sagte St. Pauli-Trainer Timo Schultz. »Das war kein Elfmeter«, befand auch 96-Coach Stefan Leitl bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Nach dem Seitenwechsel blieben beide Teams gefährlich. Die Hamburger, die auf Platz drei vorrückten, spielten in einer intensiven Begegnung vor 33.600 Zuschauern bis zum Schluss nach vorn. Hannover lauerte auf Konter, einen davon vollendete Köhn aus rund 20 Metern sehenswert in den rechten Winkel. Adam Dzwigala hatte noch abgefälscht.

In der Nachspielzeit (90.+1) setzte der starke Köhn zunächst einen Freistoß an die Latte, ehe Irvine auf der Gegenseite zuschlug.

Zuvor hatte am Nachmittag Nürnberg das Franken-Derby gegen Fürth gewonnen. Heidenheim besiegte Braunschweig, Kiel und Kaiserslautern trennten sich 2:2. Am Freitagabend feierten Düsseldorf und Darmstadt knappe Siege.

kjo/dpa/sid
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