Beleidigung eines Balljungen 20.000 Euro Geldstrafe für de Bruyne

Die Beleidigung war übel, doch Kevin de Bruyne hat Glück: Für seinen verbalen Ausraster gegenüber einem Balljungen muss der Spieler vom VfL Wolfsburg nur eine Geldstrafe bezahlen.

Wolfsburgs de Bruyne: "Give me the ball, you Motherfucker"
AFP

Wolfsburgs de Bruyne: "Give me the ball, you Motherfucker"


Hamburg - Mittelfeldspieler Kevin de Bruyne vom Fußballbundesligisten VfL Wolfsburg muss wegen seines verbalen Ausrutschers im Punktspiel bei Eintracht Frankfurt eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss.

"Give me the ball, you Motherfucker", hatte de Bruyne im Eifer des Gefechts einen Balljungen angeblafft. "Er sollte trotz des Geldes und Erfolges doch Vorbild sein", hatte der für die Balljungen verantwortliche Betreuer gesagt. De Bruyne hatte angekündigt, sich mit einem signierten Trikot bei dem Jungen entschuldigen zu wollen.

Klub und Spieler haben die Bestrafung akzeptiert, das Urteil ist damit rechtskräftig.

ham/sid



insgesamt 13 Beiträge
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spitzaufknoof 09.02.2015
1. Relation
Setzt man die Strafe in Relation zu dem was KdB verdient hat der Betrag allenfalls Symbolcharakter. Insgesamt aber mehr als lächerlich, sich überhaupt mit so einer Lapalie zu befassen. Ich glaube die Welt hat andere Sorgen. Die Parallelwelt Profifußball offenbar nicht.
nickmason 09.02.2015
2. Ungerecht?!
Irgendwie ist das immer so eine Sache mit dem Recht: da wird jemand persönlich beleidigt, aber das Strafgeld dafür steckt jemand anderer ein. Der DfB hat 20.000 Euro mehr und der Balljunge hat...nix. Außer ein Trikot von einem Spieler, den er spätestens nach dem Vorfall ohnehin ziemlich doof finden wird.
Trainspotter 09.02.2015
3. Strafanzeige
Der Junge, bzw. seine Eltern, sollten eine Zivilklage wegen Beleidigung einreichen. Dann bekommt er wenigstens eine adäquate Entschädigung.
ar_crazy 09.02.2015
4. Strafgelder nicht für DFB
Strafgelder bleiben in der Regel nicht beim DFB, sondern gehen an öffentliche Einrichtungen oder karitative Zwecke. Wenigstens etwas, was dieses Aktion gebracht hat. Zivilklage wohl unsinnig und ohne Erfolg.
sylkeheimlich 09.02.2015
5. hallo Trainspotter
Ich sehe das etwas anders. Mit solchen Lapalien sollte sich ein Gericht nicht beschäftigen müssen. Soll der Spieler dem Jungen irgendeine Freude machen (ein Trikot des Gegners gehört nicht dazu) und gut ist's. Ich verstehe auch nicht, dass bei jeder Kleinigkeit nach dem Gericht gerufen wird. Ist das ein deutsches Phänomen? Immer gleich so aufgebracht sein ist doch nicht nötig.
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