20. Spieltag Die Stimmen der Trainer

"Enttäuscht und verärgert": Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann war nach der Niederlage in Berlin gar nicht glücklich. Stuttgarts Markus Babbel und sein Hannoveraner Kollege Dieter Hecking wussten nicht so recht, ob sie zufrieden oder frustriert sein sollten.


Hertha BSC Berlin - FC Bayern München 2:1 (1:0)

Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben heute eine Einheit auf dem Platz gesehen. Das 2:1 war nicht unverdient. Ein Sieg gegen die Bayern - das genügt für heute."

Jürgen Klinsmann (Bayern München): "Wir sind sehr enttäuscht und verärgert. Wir wollten hier drei Punkte holen. Aber wenn wir unseren Lauf wieder aufnehmen, der jetzt gegen Hamburg und Berlin unterbrochen wurde, werden wir oben stehen. Das ist unser Glaube und unsere feste Überzeugung."

Hannover 96 - VfB Stuttgart 3:3 (2:2)

Dieter Hecking (Hannover 96): "Mit einem Auge lache ich, mit dem anderen Auge weine ich. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Wie sie zurückgekommen ist, war einfach klasse. Ich hätte ihr gewünscht, dass sie sich die volle Belohnung abholt. Leider hat der Gegner noch einmal zurückgeschlagen."

Markus Babbel (VfB Stuttgart): "Ich weiß nicht, ob ich glücklich sein soll. Ich bin zwar schon ein wenig stolz, dass die Mannschaft nach dem Rückstand noch einmal zurückgekommen ist. Wer 2:0 führt, muss aber eigentlich gewinnen. Insgesamt ist das Ergebnis allerdings gerecht."

Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 0:2 (0:1)

Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): "Wir haben nicht gut gespielt. Wir konnten nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Das lag auch daran, dass drei, vier Spieler nicht ihr Leistungsvermögen abrufen konnten. Da war es natürlich sehr schwer gegen so eine clevere, robuste und ballsichere Mannschaft wie Wolfsburg. Es gab die ein oder andere unglückliche Entscheidung des Schiedsrichters. Aber jetzt gilt es, die Mannschaft wieder aufzubauen. Nächste Woche in Karlsruhe gibt es ein sehr wichtiges Spiel."

Felix Magath (VfL Wolfsburg): "Da war ein verdienter Erfolg. Wir haben die Partie gut kontrolliert und kamen gut ins Spiel. Wir hätten nach dem ersten Tor auch gleich das zweite machen können. In der zweiten Halbzeit war die Eintracht zu Beginn stärker, aber nach dem 2:0 war die Partie gelaufen. Ich freue mich über unsere Situation."

VfL Bochum - FC Schalke 04 2:1 (1:1)

Marcel Koller (VfL Bochum): "Die Schalker hatten mehr Ballbesitz, aber wir hatten gute Möglichkeiten, noch mehr Tore zu erzielen. Es war ein sehr wichtiges Kampfspiel. Ich habe die Mannschaft eingeschworen, sich durchzubeißen und durchzukämpfen, das haben die Jungs gut gemacht. Wenn man bedenkt, welche personellen Probleme wir hatten, haben sie es auf dem Platz hervorragend umgesetzt und verdient gewonnen."

Fred Rutten (Schalke 04): "Wir haben das Spiel ordentlich angefangen und in der ersten Halbzeit die Kontrolle gehabt. Aber wir hätten die Führung mit in die Kabine nehmen müssen. In der zweiten Halbzeit war unser Spiel nicht mehr so gut. Wir haben nach dem 1:2 noch alles versucht und hatten auch zwei oder drei Chancen. Wenn du so ein Spiel verlierst, tut das sehr weh."

Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:0)

Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Wir haben sehr aufwendig gespielt, leider kommt bei uns zur Zeit dabei zu wenig heraus. Das Gegentor unmittelbar nach unserem Führungstreffer war für mich viel ärgerlicher als die vergebenen Torchancen. Trotzdem bin ich sicher, dass in den kommenden Wochen wieder bessere Ergebnisse folgen werden."

Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): "Das 1:1 in Bremen war natürlich glücklich für uns. Außer Kampf hatte meine Mannschaft den Bremern wenig entgegenzusetzen. Besonders bei eigenem Ballbesitz war das kein Fußball, was wir da gespielt haben."

1. FC Köln - Karlsruher SC 0:0

Christoph Daum (1. FC Köln): "Wenn ich sage, dass unser bester Mann Faryd Mondragon ist, sagt das eigentlich alles. Wir sind selten zu klaren Torsituationen gekommen. Es fehlte der genaue Pass und der Abschluss. Letztendlich muss man in einem solchen Spiel auch mit einem Punkt zufrieden sein. Denn der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Wir haben keine Mannschaft, die einen Gegner wie Karlsruhe mal so eben auseinandernimmt."

Edmund Becker (Karlsruher SC): "In der ersten Halbzeit haben wir für unsere Verhältnisse sehr guten Fußball gespielt. Aber es hat vor dem Tor der letzte Pass gefehlt und der Killerinstinkt. Das hat man bei der Doppelchance durch Federico und Timm gesehen. In der zweiten Halbzeit hat der FC das Spiel über weite Strecken dominiert, ohne allerdings große Möglichkeiten herauszuarbeiten. Wir hätten bei der Chance durch Federico sogar noch einen Sieg mitnehmen können. Aber wenn man die Spielanteile sieht, dann muss man unter dem Strich mit dem Ergebnis zufrieden sein."

Zusammengestellt vom sid



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