Dritte Liga Alemannia Aachen stellt Insolvenzantrag

"Die Gläubiger sehen die Sanierungschancen": Der zahlungsunfähige Traditionsclub Alemannia Aachen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob der Drittligist die geplante Sanierung in Eigenregie in Angriff nehmen darf.
Aachener Stadion Tivoli: Ungewisse Zukunft

Aachener Stadion Tivoli: Ungewisse Zukunft

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Hamburg - Drittligist Alemannia Aachen hat beim Amtsgericht Aachen wie angekündigt einen Insolvenzantrag gestellt. Der Spielbetrieb soll bis zum Saisonende aufrechterhalten werden. Zudem will sich der Club über ein Insolvenzverfahren sanieren und danach einen Neuanfang in der Regionalliga starten. Vor kurzem hatte die Alemannia einen Liquiditätslücke in Höhe von 4,5 Millionen Euro offengelegt.

Die Aachener haben am Freitagvormittag die Gläubiger darüber informiert, sagte Alemannias Finanzsprecher Holger Voskuhl: "Die Vertreter sehen die Sanierungschancen." Nun muss das Amtsgericht Aachen über den Insolvenzantrag entscheiden.

Für die finanziellen Probleme des Clubs ist vor allem der Neubau des Tivoli-Stadions verantwortlich. In der dritten Liga steht der Club durch den Insolvenzantrag bereits als erster Absteiger fest. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Aachen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen die Alemannia.

max/dpa/sid
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