Krawalle in der dritten Liga Dresdner Randalierer stoßen Mann vor Auto

Rund um die Drittliga-Partie zwischen Würzburg und Dresden ist es zu Ausschreitungen gekommen. Dynamo-Fans griffen Polizisten an, mehrere Personen wurden verletzt. In Bremen hat die Polizei 43 Cottbus-Fans festgenommen.

Randalierer werfen erneut ein schlechtes Licht auf Dynamo Dresden: Gewalttätige Fans des Fußball-Drittligisten haben auf der Anreise zum Spiel bei den Würzburger Kickers (1:1) mehrere Personen verletzt. Am Bahnhof griff eine Fangruppe Polizisten und einen Würzburger Anhänger an, mehrere Beamte erlitten Verletzungen durch Schläge und Tritte.

Beim folgenden Marsch zum Stadion von etwa 250 Dresden-Fans wurde laut Polizei ein Passant auf die Fahrbahn geschubst. Der Mann wurde von einem Auto erfasst und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Am Stadion verhinderte die Polizei mit einem Großaufgebot einen Dresdner Blocksturm, es wurde Pfefferspray eingesetzt. Auch Rauchbomben sollen im Vorfeld des Spiels auf dem Parkplatz gezündet worden sein. Nach der Partie würgte ein Randalierer einen Busfahrer auf dem Gästeparkplatz. Der Angreifer musste die Beamten zur Polizeidienststelle begleiten. Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen.

Bereits mehrfach sind gewaltbereite Fans von Dynamo Dresden in Erscheinung getreten. Zuletzt musste der Verein wegen Ausschreitungen während des Spiels bei Hansa Rostock im Februar ein Geisterspiel bestreiten.

Am Koran-Stand eskalierte die Situation

Gewalttätige Fans von Energie Cottbus haben vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen II (2:0) ebenfalls Polizisten und Passanten und die Betreiber eines Koran-Informationsstands angegriffen. Laut Polizei wurden 43 Personen festgenommen. Diverse Strafverfahren wegen "schweren Landfriedensbruchs, Volksverhetzung und Beleidigung" wurden eingeleitet. Verletzt wurde niemand.

Eine 50-köpfige Fangruppe sei Richtung Innenstadt marschiert, am Koran-Stand sei die Situation eskaliert. "Die zwei Betreiber des Stands wurden mit ausländerfeindlichen und politisch rechts gerichteten Beschimpfungen überzogen. Weiterhin wurde das Standinventar umgestoßen, abgerissen und beschädigt", teilte die Polizei mit.

mrr/sid
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