Nach 0:6-Niederlage in Augsburg VfB Stuttgart wirft Weinzierl raus

Am Nachmittag hatte der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart 0:6 gegen den direkten Konkurrenten FC Augsburg verloren. Die Ultras verließen das Stadion zur Halbzeit - nun trennte sich der Klub von Trainer Markus Weinzierl.

Markus Weinzierl bei der 0:6-Niederlage in Augsburg.
Christian Kaspar Bartke / Getty Images

Markus Weinzierl bei der 0:6-Niederlage in Augsburg.


Der VfB Stuttgart hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Markus Weinzierl getrennt. Das gab der Klub am Samstag auf seiner Webseite bekannt. Als Interimstrainer übernimmt Nico Willig, der zuletzt die U19 von Stuttgart betreute. Am Nachmittag hatte der VfB 0:6 (0:3) bei Weinzierls Ex-Klub, dem FC Augsburg, verloren und steht mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellen-15. Schalke auf dem Relegationsplatz.

Sportvorstand Thomas Hitzlsperger zufolge hatte der Klub den klaren Wunsch, die Saison mit Weinzierl als Trainer zu beenden. "Nach dem überaus enttäuschenden Spiel in Augsburg sind wir aber zu der Überzeugung gekommen, dass wir die Situation neu bewerten müssen", heißt es in der Mitteilung. Ein "klarer Schritt" sei notwendig, um diese Saison in der Bundesliga zu bleiben.

Stuttgart droht der erneute Abstieg

Interimstrainer Willig sei laut Hitzlsperger "in der Lage, schnell für neue Impulse zu sorgen und mit der Mannschaft den Klassenverbleib zu schaffen". Willig ist seit 2016 beim VfB. Mit Stuttgarts U19 führt er aktuell die A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest an und steht im DFB-Pokalfinale.

In der Saison 2015/16 war Stuttgart als Vorletzter mit nur 33 Punkten abgestiegen. Nach dem direkten Wiederaufstieg ein Jahr später stand am Ende der vergangenen Spielzeit Platz sieben zu Buche. Aktuell haben die Stuttgarter als Tabellen-16. nur 21 Punkte und stehen nach 30 Spieltagen auf dem Relegationsplatz. Die Tabellennachbarn Schalke (Platz 15) und Nürnberg (Platz 17) sind jeweils sechs beziehungsweise drei Punkte entfernt. Sogar der direkte Abstieg scheint aktuell noch möglich.

mrk/dpa

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tatsachenentscheidung 20.04.2019
1. Leider zu spät
Aber Hauptsache der schlechteste VfB Trainer aller Zeiten ist endlich weg . Von Anfang an planlos und was das schlimmste ist ; von Anfang an lustlos/ unmotiviert. Klarer Fall von Abzocke .
freddygrant 20.04.2019
2. Das wäre doch ein echter Neuanfang!
Dieser neue Trainer Nico Willig bei den VfB-Profis hätte die echte Chance gleich eine komplette Mannschaft - nämlich die Nachwuchsprofis (U19) - als eingespieltes Team in den Abstiegskampf für den VfB zu schicken. Ein Problem wäre dann nur noch, in absehbarer Zeit das zuständige Management bei den VfB-Profis auszutauschen und mit fähigen Leuten neu zu besetzen. de
brotherandrew 20.04.2019
3. Weinzierls ...
... Fehler wares, unbedingt zu Schalke wechseln zu wollen. Wer aber bei Schalke keinen Erfolg hat, ist verbrannt. Dann war plötzlich Stuttgart seine letzte Chance in der 1. BL. Er hätte aber wissen können, dass er mit diesem Kader und Management zum Misserfolg verdammt ist. Schade, Weinzierl hätte für den FCA das werden können, was Streich für Freiburg ist, wenn er nicht zu Schalke gegangen wäre.
-su- 20.04.2019
4.
Zitat von tatsachenentscheidungAber Hauptsache der schlechteste VfB Trainer aller Zeiten ist endlich weg . Von Anfang an planlos und was das schlimmste ist ; von Anfang an lustlos/ unmotiviert. Klarer Fall von Abzocke .
Da beschreiben Sie sehr schön das Verhalten der Spieler. Eine Schande, was die sich erlauben können. Ähnlich ist es ja auch auf Schalke. Da hätte neben dem Trainer auch die Mannschaft in die Wüste geschickt gehört.
r.macho 20.04.2019
5. Spielereinkauf ist das Problem
Ganz offenbar wurden beim Spielereinkauf des VFB gravierende Fehler gemacht. Dies können die Trainerwechsel nicht verdecken. Mit einem solch schwachen Kader kann auch der beste Trainer nicht die Bundesliga halten. Der ironische Beitrag Nr. 2 trifft den Nagel auf den Kopf.
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