Absagen Schneider und Hilbert fehlen in der EM-Qualifikation

Die Personalsorgen bleiben Joachim Löws ständiger Begleiter. Auch in den Spielen gegen Irland und Tschechien muss der Bundestrainer das Mittelfeld wieder umbauen. Dafür wird ein Stammspieler endlich wieder zurückkehren - als Kapitän.


Hamburg - Bernd Schneider und Roberto Hilbert fallen für die beiden EM-Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag in Irland (20.45 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) und vier Tage später gegen Tschechien in München aus. Hilbert ist wegen seines Kapselanrisses im Sprunggelenk in Absprache mit Bundestrainer Joachim Löw bereits heute wieder aus dem DFB-Quartier in Berlin nach Stuttgart abgereist, wo er sich weiter behandeln lässt. Schneider wird zwar mit nach Dublin reisen, muss sich aber wegen massiver Kniebschwerden täglich behandeln lassen.

Leverkusener Schneider: Möglicher Außenbandanriss
DPA

Leverkusener Schneider: Möglicher Außenbandanriss

Nach Angaben von Teammanager Oliver Bierhoff hat der 33-jährige Schneider möglicherweise sogar einen Außenbandanriss erlitten, was eine mehrwöchige Pause nach sich ziehen würde. Bereits gestern hatte Mittelfeldspieler Tim Borowski wegen Rückenbeschwerden seine Teilnahme an den beiden Länderspielen absagen müssen. "Wir haben genug Alternativen, deshalb verzichtet der Bundestrainer auf Nachnominierungen", sagte Oliver Bierhoff heute in Berlin, wo sich das Team zunächst auf das Duell in Dublin vorbereitet.

Nach den Absagen wird Rückkehrer Torsten Frings als Kapitän auflaufen. Die Frage, ob dies bei seinem ersten Länderspiel in dieser Saison nach langer Verletzungspause nicht gleich etwas zu viel sei, konterte Frings heute mit viel Ironie. "Ich werde das nicht schaffen, mit der Binde herumzulaufen. Das wird zu schwer für mich, weil ich ja auch neu im Geschäft bin", sagte der Profi von Werder Bremen mit einem Kopfschütteln. Erst vor einer Woche hatte er nach einer Außenbandverletzung im Knie sein Saison-Comeback im Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus gefeiert.

Dass der 68-malige Nationalspieler bei der Nationalmannschaft wieder dabei ist, stand für Löw von Anfang an außer Frage. Er sei sich zwar bewusst, dass Frings noch nicht in Topform sein könne. "Aber es ist trotzdem wichtig, dass er bei uns ist. Er ist über die Jahre hinweg zu einem unverzichtbaren Führungsspieler geworden. Deshalb freuen wir uns besonders, dass er wieder zurückkehrt", sagte der Bundestrainer. Natürlich sei er noch nicht bei 100 Prozent, räumte auch Frings ein, "aber ich habe in der Reha intensiv trainiert, habe schon wieder zwei Spiele gemacht, und ich fühle mich gut, sonst hätte mich der Bundestrainer doch auch nicht eingeladen".

Löw tritt nach den Absagen am kommenden Freitagvormittag die Reise nach Irland mit 19 Spielern an. Die deutsche Mannschaft benötigt aus insgesamt noch vier Qualifikationsspielen nur noch einen Punkt, um sich das Ticket für die EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni 2008) zu sichern.

fsc/mti/sid



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