Chaos in der Pfalz Lautern trennt sich nach 57 Tagen von Balakow

Kaum engagiert, schon entlassen: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich bereits wieder von Trainer Krassimir Balakow getrennt. Der Bulgare war nur 57 Tage im Amt, er konnte den Abstieg des FCK in die 2. Liga nicht verhindern.
Lautern-Trainer Balakow: Trennung nach nur 57 Tagen

Lautern-Trainer Balakow: Trennung nach nur 57 Tagen

Foto: Uwe Anspach/ dpa

Hamburg - Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern hat seinen Trainer Krassimir Balakow entlassen. Das bestätigte der FCK-Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Rombach dem Radiosender SWR am Freitag. Die Entscheidung soll Balakow schon am Donnerstagabend mitgeteilt worden sein.

Der 46-jährige Bulgare brachte nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz mit sieben Niederlagen in acht Spielen eine zu große Hypothek für den Kampf um den direkten Wiederaufstieg mit. Kuntz wollte mit dem ehemaligen Weltklassespieler das Projekt Wiederaufstieg angehen und hatte den 46-Jährigen mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2013 ausgestattet.

Balakow hatte das Amt am 22. März als Nachfolger von Marco Kurz angetreten, allerdings nicht die erhoffte sportliche Wende herbeigeführt. Kaiserslautern stieg als Tabellenletzter zum dritten Mal nach 1996 und 2006 aus der Bundesliga ab.

Möglicherweise soll nun ein Trainer mit Lautern-Erfahrung den Neuaufbau beim Traditionsclub vorantreiben. Als mögliche Nachfolger werden die ehemaligen FCK-Spieler Franco Foda und Ciriaco Sforza gehandelt. Foda war zuletzt für Sturm Graz tätig, Sforza musste vor einigen Wochen bei Grashoppers Zürich gehen. Nach der Entlassung von Kurz galt auch der Trainer von Eintracht Braunschweig, Thorsten Lieberknecht, als aussichtsreicher Kandidat.

aha/sid/dpa