AC Mailand Berlusconi will Klub verkaufen, aber Präsident bleiben

Der Teil-Verkauf des AC Mailand an einen thailändischen Investor nimmt konkrete Formen an. Silvio Berlusconi, Präsident und Besitzer, will weiterhin die Führung beibehalten.

Milan-Profis Pazzini (l.) und de Jong: Eigentümer Berlusconi will den Klub verkaufen
DPA

Milan-Profis Pazzini (l.) und de Jong: Eigentümer Berlusconi will den Klub verkaufen


Der italienische Fußball-Traditionsklub AC Mailand steht vor einem Teil-Verkauf an einen thailändischen Investor. "Es ist alles noch in der Diskussion. Es gibt die Möglichkeit, dass ich 51 Prozent der Anteile behalte", sagte Präsident und Besitzer Silvio Berlusconi nach einem weiteren Treffen mit dem thailändischen Banker Bee Taechaubol. Er selbst wolle Präsident bleiben, ergänzte Berlusconi: "Milan ist für mich eine Herzensangelegenheit."

Italienische Medien hatten berichtet, Bee habe 500 Millionen Euro für 51 Prozent der Klub-Anteile geboten. "Ich bin dankbar für diese Möglichkeit. Wir müssen jetzt an Details arbeiten, das braucht noch Zeit", sagte der Thailänder, der seit einiger Zeit mit Berlusconi verhandelt. "Ich habe mit ihm eine zuverlässige Person gefunden, wir sind auf dem Weg, Freunde zu werden", sagte Berlusconi.

Der 78-Jährige hatte Milan vor 29 Jahren gekauft und seitdem unter anderem fünf Titel in der Champions League gewonnen und sieben Meisterschaften mit dem Klub gefeiert. In den vergangenen Jahren blieb der Erfolg jedoch aus. "Meine größte Sorge ist es, den Fans von Milan die Garantie zu geben, dass der Klub eine genauso große Zukunft wie Vergangenheit hat", sagte der frühere italienische Regierungschef.

Der AC Mailand rangiert derzeit nur auf dem zehnten Tabellenplatz in der Serie A. Die Anhänger reagierten mit einer ungewöhnlichen Aktion auf den anhaltenden Negativlauf: Zum Anpfiff formierten sie sich in der Südkurve des Giuseppe-Meazza-Stadions zu einem riesengroßen "Basta".

zaf/dpa



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