Ärger bei Schalke 04 Auch Tönnies rüffelt Magath

Für Trainer Felix Magath bleibt es auf Schalke ungemütlich. Nach den Fans hat jetzt auch der mächtige Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Coach kritisiert. Magath habe es versäumt, die Anhänger einzubinden. Der Trainer selbst weist die Vorwürfe zurück.

Aufsichtsratsboss Tönnies: "Magath selbstverschuldet in der Kritik"
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Aufsichtsratsboss Tönnies: "Magath selbstverschuldet in der Kritik"


Hamburg - Nach den Fan-Protesten gegen Felix Magath hat auch Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Trainer und Manager von Schalke 04 kritisiert. "Auf Schalke muss man die Fans mitnehmen. Das hat er versäumt", sagte Tönnies dem TV-Sender Sport1: "So ist er selbstverschuldet in die Kritik gekommen."

Magath hatte mit seiner Transferpolitik in der vergangenen Woche heftigen Widerstand der organisierten Schalker Anhänger hervorgerufen. Die einflussreiche Fan-Vertretung "Supporters Club" hatte den Aufsichtsrat aufgefordert, den "Irrsinn der letzten Tage zu stoppen". Auch der Fangruppen-Dachverband SFCV hatte "Sorgen und Ängste" der Fans registriert und wollte sich um einen Termin mit Aufsichtsrat und Vorstand zur Klärung der Situation bemühen.

Vor allem die Last-Minute-Verpflichtungen der anderswo ausgemusterten Angelos Charisteas und Ali Karimi waren bei den Fans auf Unverständnis gestoßen. Zudem warfen sie Magath vor, mit insgesamt 40 neuen Spielern in 19 Monaten der Mannschaft jegliche Identität geraubt zu haben.

Der Trainer wehrte sich und rechnete vor, dass er seit seinem Amtsantritt lediglich 34 Spieler verpflichtet habe, davon 26 von anderen Vereinen und acht aus der eigenen Jugend oder von den Amateuren. "Auf Schalke ist kein Durcheinander, es läuft alles nach Plan", sagte Magath im "ZDF-Sportstudio". Mit zehn Spielern aus dem eigenen Nachwuchs oder von den Amateuren gebe es zudem mehr Identifikationsfiguren als vor seinem Einstieg auf Schalke.

aha/sid

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StanLibuda4ever 06.02.2011
1. Magaths Problem ist ein anderes!
Zitat von sysopFür Trainer Felix Magath*bleibt es auf Schalke ungemütlich. Nach den Fans hat jetzt auch der mächtige Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Coach kritisiert. Magath habe es versäumt, die Anhänger einzubinden. Der Trainer selbst weist die Vorwürfe zurück. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,743832,00.html
Magaths Schwierigkeit ist m.E. weniger sein Handeln. Als guter Schachspieler überlegt er sich seine Züge nach Möglichkeit sehr, sehr gründlich. Insofern habe ich diesebzüglich volles Vertrauen in sein Handeln. Zudem kann er sein Schalten und Walten nicht jeweils vorher mit 90.000 hochemotional, aber eben nicht immer rational denkenden Fans abstimmen. Sein Problem ist vilemehr seine ihm innewohnende Unnahbarkeit und emotionale Kälte, die er umsomehr zur Schau stellt, je mehr die Medien sie ihm vorhalten. Aber auch dieser Vorwurf greift zu kurz: Er kann aus seiner Haut einfach nicht 'raus. Auch seine Augenfarbe wird er nicht ändern können, ihm dies vorzuwerfen, wäre ebenso unsinnig. Felix Magath wird nie und nimmer zu einem Knuddel-Bär werden wie z.B. Jürgen Klopp. Wir Schalker haben immer einen Macher gewollt, der den Verein strategisch nach vorne bringt!!!!! Sein Zeitplan läuft erst 2013 ab. Erst dann ist eine finale Bilanz sinnvoll und gerecht!!
_meinemeinung 07.02.2011
2. Unverständlich
Als relativ neutraler Beobachter dieses ganzen Theaters fällt mir auf, dass Magath anscheinend ohne Not in der Sommerpause die in der Vorsaison stabilste Abwehr der Liga auseinander gerissen und wegverkauft hat, was meiner Meinung nach eine wesentliche Ursache der jetzigen unbefriedigenden Situation auf Schalke ist. Oder sind die Spieler (darunter viele "Altgediente") vor Magath geflohen und haben zugesehen, dass sie woanders unterkommen? Außerdem sind die Neuverpflichtungen vor der Saison nur als "Last Minute- Transfers" realisiert worden, offensichtlich wollte keiner so recht unter Magath spielen. Und wenn die Fans von "Transfer-Irrsinn" sprechen, kann man als Außenstehender das verstehen, weil ein Konzept dahinter nicht wirklich erkennbar ist. Ich denke, Schalkes Problem heißt Magath.
Redigel 07.02.2011
3. Dr.
Zitat von StanLibuda4everMagaths Schwierigkeit ist m.E. weniger sein Handeln. Als guter Schachspieler überlegt er sich seine Züge nach Möglichkeit sehr, sehr gründlich. Insofern habe ich diesebzüglich volles Vertrauen in sein Handeln. Zudem kann er sein Schalten und Walten nicht jeweils vorher mit 90.000 hochemotional, aber eben nicht immer rational denkenden Fans abstimmen. Sein Problem ist vilemehr seine ihm innewohnende Unnahbarkeit und emotionale Kälte, die er umsomehr zur Schau stellt, je mehr die Medien sie ihm vorhalten. Aber auch dieser Vorwurf greift zu kurz: Er kann aus seiner Haut einfach nicht 'raus. Auch seine Augenfarbe wird er nicht ändern können, ihm dies vorzuwerfen, wäre ebenso unsinnig. Felix Magath wird nie und nimmer zu einem Knuddel-Bär werden wie z.B. Jürgen Klopp. Wir Schalker haben immer einen Macher gewollt, der den Verein strategisch nach vorne bringt!!!!! Sein Zeitplan läuft erst 2013 ab. Erst dann ist eine finale Bilanz sinnvoll und gerecht!!
Ähm, sehen das die Gläubiger der 250 Millionen Euro auch so? Also ich würd mir meine Forderungen nicht von einer reinen Wunschvorstellung seitens Schalke vorschreiben...
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