Ärger bei Schalke Asamoah droht der Rauswurf

Nach der Niederlage in Berlin geht bei Schalke 04 die Diskussion um Stürmer Gerald Asamoah weiter. Trainer Mirko Slomka kritisierte den Nationalspieler hart. Der scheint keine Zukunft mehr bei den Königsblauen zu haben.

Gelsenkirchen - Asamoah hat offenbar wiederholt gedroht, seinem Coach in der Öffentlichkeit Probleme zu bereiten, falls er nicht aufgestellt werde. "Es ist nicht das erstemal bei Asamoah. Er hat das schon vor der Saison in einem Gespräch mit Mirko Slomka in ähnlicher Weise angedeutet", sagte Schalkes Manager Andreas Müller.

Slomka selbst machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Ich habe Asamoah schon als Jugendspieler gefördert. Dass er jetzt eine solche Aktion durchzieht, ist ein Vertrauensbruch." Am Dienstag will sich Schalkes sportliche Führung mit dem früheren Hannoveraner zusammensetzen und über dessen Verbleib im Verein beraten. "Das wird eine knallharte Runde. Der Ausgang ist offen. Es ist wichtig, dass die Mannschaft weiß, dass wir solche Dinge im Prinzip nicht dulden", kündigte Müller an.

Laut Müller hatte Schalke-Kapitän Marcelo Bordon den Trainer über Asamoahs Äußerungen informiert. Andere Mitspieler verteidigten den 27-Jährigen. "Es wäre jetzt falsch, ihn irgendwo hinzuhängen und zu sagen, er war es", sagte Torwart Frank Rost und fügte an: "Für mich bleibt er ein Top-Kollege." Mittelfeldspieler Fabian Ernst verwies auf Asamoahs Bedeutung für die Mannschaft: "Gerald ist ein wichtiger Mann."

Für das Bundesliga-Spiel in Berlin war der gebürtige Ghanaer bereits vereinsintern gesperrt worden. Asamoah sieht sich bislang eher als Opfer denn als Täter. Er habe lediglich einem Mannschaftskollegen in der Umkleidekabine gesagt, dass es Probleme geben werde, wenn er fit sei und nicht spielen werde. Das sei keine Drohung gewesen.

all/sid

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