Acht Tote beim Afrika-Cup Geschlossenes Stadiontor führte offenbar zur Massenpanik

Acht Menschen haben bei einer Massenpanik vor dem Spiel des Afrika-Cup-Gastgebers Kamerun ihr Leben verloren. Der Präsident der afrikanischen Fußball-Konföderation hat den mutmaßlichen Auslöser des Unglücks benannt.
Patrice Motsepe, Präsident der afrikanischen Fußball-Konföderation CAF

Patrice Motsepe, Präsident der afrikanischen Fußball-Konföderation CAF

Foto: SF / imago images/Sebastian Frej

Beim Afrika-Cup in Kamerun war es vor dem Achtelfinale zwischen dem Gastgeber und den Komoren vor dem Stade d'Olembe zu einer Massenpanik gekommen, als offenbar Zuschauer ohne Ticket in das Stadion wollten. Neben acht Toten gab es 38 Verletzte.

»Wer hat das Tor geschlossen?«

Patrice Motsepe, Präsident der afrikanischen Fußball-Konföderation CAF, erklärte nun, dass vermutlich ein geschlossenes Stadiontor zu der tödlichen Massenpanik geführt habe. »Das Tor hätte offen sein müssen, sonst wären sie durchgegangen, aber aus unerklärlichen Gründen war es geschlossen«, sagte er und fragte: »Wer hat das Tor geschlossen? Wer ist für dieses Tor verantwortlich?« Kameruns Präsident Paul Biya hatte am Dienstag eine Untersuchung des Unglücks angeordnet.

Ein Viertelfinale des Afrika-Cups ist bereits in ein anderes Stadion verlegt worden. Das für Sonntag angesetzte Spiel wird im Stadion Ahmadou Ahidjo statt im Stade d'Olembe stattfinden. Beide Arenen liegen in der Hauptstadt Jaunde.

Schweigeminute bei allen Spielen

Bis Freitag muss laut Motsepe der Bericht einer Untersuchungskommission vorliegen. »Wenn Leute ihr Leben verlieren und verletzt werden, müssen wir gemeinsam Verantwortung tragen. Es gibt keine Entschuldigung für das, was passiert ist«, sagte er. Vor allen Spielen des Wettbewerbs wird es fortan eine Schweigeminute geben, die CAF ist in Kontakt mit den Familien der Opfer.

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