Finalsieg gegen den Senegal Kurioser Treffer - Algerien gewinnt den Afrika-Cup

Das einzige Tor des Spiels fiel bereits nach drei Minuten: Algerien hat im Finale des Afrika-Cups den Senegal bezwungen. In einer harten Partie sorgte der Zufall für die Entscheidung.

Algeriens Torschütze Baghdad Bounedjah (Nummer neun)
Oliver Weiken/DPA

Algeriens Torschütze Baghdad Bounedjah (Nummer neun)


Algerien ist Afrika-Cup-Sieger. Das Team setzte sich in Kairo im Finale gegen den Senegal 1:0 (1:0) durch. Es ist der zweite Triumph des Landes in diesem Wettbewerb nach dem Titelgewinn 1990. 1980 hatte Algerien das Finale gegen Nigeria verloren, 1984 und 1988 waren sie Zweiter geworden.

Die Führung der Algerier vor 65.000 Zuschauern fiel früh und kurios: In der dritten Minute lief Baghdad Bounedjah auf den Strafraum zu, zog ab - und konnte jubeln, weil sein Schuss von Senegal-Verteidiger Salif Sané abgefälscht wurde. Der Ball flog in hohem Bogen bis ins Tor, Keeper Alfred Gomis konnte nur hinterherschauen.

Es war vor allem in der ersten Hälfte ein hitziges, hartes Spiel mit vielen Fouls und einigen Schwalben. Negativer Höhepunkt war ein Ellenbogenstoß von Liverpool-Star Sadio Mané gegen Algeriens Sofiane Feghouli (35.). Der Angreifer hatte Glück und wurde für die Aktion nur ermahnt.

Auch Franck Ribéry war dabei

Die Partie hatte aber auch andere Begebenheiten: Mané flog bei einem Schuss der Schuh vom Fuß, einem senegalesischen Spieler wurde bei der Ausführung eines Freistoßes mit einem Laserpointer ins Gesicht geleuchtet - und auf der Tribüne wurde Ex-Bayern-Star Franck Ribéry gefeiert, der mit den Algeriern mitjubelte.

Nach dem Schock des frühen Gegentors drängte der Senegal auf den Ausgleich - und wäre fast belohnt worden. Der Distanzschuss von Angreifer M'Baye Niang ging jedoch knapp am Winkel vorbei (38.). Sanés Fernschuss vier Minuten später wurde zur Ecke abgeblockt.

In der zweiten Hälfte sorgte dann zunächst eine Elfmeter-Entscheidung für Aufregung. Eine Hereingabe von Senegals Ndiaye sprang Mehdi Zeffane an die Hand - sein Arm war allerdings deutlich angelegt. Referee Sidi Alioum aus Kamerun entschied zunächst auf Strafstoß, wurde dann aber vom Videoschiedsrichter korrigiert (64.).

Senegal war nun die aktivere Mannschaft, konnte seine Chancen aber nicht nutzen. Niang verfehlte das Tor, der Distanzschuss von Youssouf Sabaly wurde von Algeriens Torhüter Rais Mbolhi pariert. Ismaila Sarr nahm nahm einen Ball volley, doch auch er traf nicht. Und so blieb es bei Algeriens Sieg.

Senegal - Algerien 0:1 (0:1)
0:1 Bounedjah (2.)
Senegal: Gomis - Gassama, Sabaly, Sane, Kouytae - Gueye, Papa Ndiaye (59. Diatta) - Saivet (75. Diagne), Sarr, Mane - Niang (85. Keita Balde)
Algerien: Mbolhi - Zeffane, Bensebaini, Benlamri, Mandi - Mahrez, Feghouli (85. Tahrat), Bennacer, Guedioura - Belaili (84. Brahimi), Bounedjah (89. Slimani)
Schiedsrichter: Sidi Alioum (Kamerun)
Zuschauer: 65.000
Gelbe Karten: Gassama, Gueye - Bensebaini, Belaili, Mandi, Guedioura

bka

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
Dida 19.07.2019
1. voll verdient
Senegal hat toll gespielt, Algerien dagegen gehalten und hatten Glück mit dem kuriosen Treffer zum 1:0. Dennoch , Algerien hat ein super Turnier gespielt. Gratulation
mumuwilli1975 20.07.2019
2. Bravo
das freut mich für meine vielen algerischen Freunde !! Chapeau!
Hoffnungsträger 20.07.2019
3. kurios ist auch...
dass SPON das Finale eines so wichtigen (Inner-)Kontinenten Wettbewerb in einer Randzeile erwähnt. Was für eine Arroganz!
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