Afrika-Cup Außenseiter Benin zieht sensationell ins Viertelfinale ein 

Es ist die bisher größte Überraschung beim Afrika-Cup: Außenseiter Benin bezwingt Mitfavorit Marokko im Achtelfinale und zieht erstmals ins Viertelfinale ein. Dabei hatte das Team zuvor kein Spiel gewonnen.

Spieler von Benin feiern nach dem gewonnenen Elfmeterschießen gegen Marokko im Achtelfinale
OZAN KOSE / AFP

Spieler von Benin feiern nach dem gewonnenen Elfmeterschießen gegen Marokko im Achtelfinale


Benin hat beim Afrika-Cup für eine Sensation gesorgt und ist ins Viertelfinale eingezogen. Der 88. der Fifa-Weltrangliste setzte sich im ersten Achtelfinale gegen den bisher ohne Punktverlust und Gegentor gebliebenen Mitfavoriten Marokko um Achraf Hakimi von Borussia Dortmund mit 4:1 (0:0/1:1) nach Elfmeterschießen durch.

Die Fußball-Nationalmannschaft Benins trifft im Viertelfinale nun auf Senegal, das durch ein 1:0 (1:0) gegen Uganda in die nächste Runde einzog. Sadio Mané, Stürmer beim Champions-League-Sieger FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp, hatte den Senegal in der 15. Minute in Führung gebracht. In der zweiten Halbzeit verschoss er aber einen Elfmeter.

Ajax-Star Ziyech vergibt Elfmeter in der Nachspielzeit

Benin, die Mannschaft des französischen Auswahltrainers Michel Dussuyer, hatte zuvor erst dreimal am Afrika-Cup teilgenommen - zuletzt 2010. Nie überstand das Team dabei die Vorrunde. Diesmal, im Al Salam Stadion von Kairo, hatte Moise Adilehou (54. Minute), dessen Teamkollege Khaled Adenon in der 97. Minute die Rote Karte sah, nach Vorarbeit von Arminia Bielefelds Neuzugang Cebio Soukou Benin in Führung gebracht.

Nach dem Ausgleich durch Youssef En-Nesyri (76.) trat Hakim Ziyech, Starangreifer von Ajax Amsterdam, in der sechsten Minute der Nachspielzeit zu einem Foulelfmeter für Marokko an - und vergab. Nach der Verlängerung kam es zum Elfmeterschießen. Und da zeigte der Favorit Nerven.

Dabei waren die Nordafrikaner nach drei Erfolgen in drei Spielen als Sieger der Gruppe D ins Achtelfinale eingezogen. Benin dagegen war nach drei Remis in der Vorrunde lediglich als einer der vier besten Gruppen-Dritten in die erste K.o.-Runde gekommen.

mey/dpa

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Papazaca 06.07.2019
1. Klare Sache. Benin ist das Land des Voodoo!
Wer schon mal in Ouidah, der Hauptstadt des Voodoo war, weiss, das in Benin der Voodoo Staatsreligion ist. Im Christentum gab und gibt es ja viele Wunder. Im Voodoo auch. In Afrika nennt man Zauberei Juju. Davon hatte die Fußballmannschaft des Benin diesmal reichlich. Ob der Zauber anhält?
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