Afrika-Cup Burkina Faso und Kamerun stehen im Halbfinale

Burkina Faso hat sich im Viertelfinale des Afrika-Cups gegen Tunesien durchgesetzt. Auch Kamerun schaffte den Sprung unter die besten vier Teams, weil einem Liverpool-Star die Nerven versagten.

Burkina Fasos Aristide Bancé (2.v.l.) feiert mit Teamkollegen
REUTERS

Burkina Fasos Aristide Bancé (2.v.l.) feiert mit Teamkollegen


Burkina Faso ist zum dritten Mal in seiner Geschichte der Einzug ins Halbfinale des Afrika-Cups gelungen. Beim 2:0 (0:0)-Erfolg über Tunesien in der gabunischen Hauptstadt Libreville erzielte der ehemalige Bundesligastürmer Aristide Bancé per Freistoß den späten Führungstreffer (81. Minute). Der Schiedsrichter lag mit seiner Entscheidung jedoch falsch, die TV-Bilder beweisen, dass Tunesiens Syem Ben Youssef den Ball mit der Brust gespielt hatte und nicht mit der Hand. Kurz darauf sorgte Préjuce Nakoulma gegen aufgerückte Nordafrikaner nach einem Konter mit seinem Schuss ins leere Tor für die Entscheidung (85.).

"Ich wusste, dass Bancé die Abwehr des Gegners verwirren kann. Und, dass er über eine großartige Schusstechnik verfügt", sagte Burkina Faso-Coach Paulo Duarte nach dem Abpfiff: "Glücklicherweise für uns war sein erstes Schuss direkt drin!"

Der 32 Jahre alte Bancé wurde erst vier Minuten vor seinem sehenswerten Tor eingewechselt. Er lief in seiner Karriere unter anderem für die Kickers Offenbach, den FSV Mainz 05, den FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf auf. Inzwischen spielt der Angreifer für ASEC Abidjan in der Elfenbeinküste.

Vor vier Jahren schaffte Burkina Faso mit dem zweiten Platz sein bislang bestes Ergebnis bei dem Kontinentalturnier. Die Westafrikaner treffen im Halbfinale auf den Sieger der Partie zwischen Ägypten und Marokko, die am Sonntag aufeinandertreffen.

Als zweite Mannschaft hat sich Kamerun einen Platz im Semifinale des Afrika-Cups gesichert. Die Elf des belgischen Trainers Hugo Broos setzte sich 5:4 im Elfmeterschießen gegen den Senegal durch. Nach Ablauf der regulären Spielzeit sowie der Verlängerung hatte es 0:0 gestanden. Liverpools Sadio Mané scheiterte als einziger der zehn Schützen, seinen zentral getretenen Strafstoß konnte Kameruns Schlussmann Fabrice Ondoa parieren.

lst/dpa



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