Katastrophe beim Afrika-Cup Massenpanik mit acht Toten – Viertelfinale wird in anderes Stadion verlegt

Die Verantwortlichen des Afrika-Cups reagieren auf die Stadionkatastrophe vom Sonntag: Das Viertelfinale wird nicht in der Arena gespielt, in der mehrere Zuschauer zu Tode kamen.
CAF-Präsident Patrice Motsepe

CAF-Präsident Patrice Motsepe

Foto: KENZO TRIBOUILLARD / AFP

Nach der Massenpanik mit mindestens acht Toten ist ein Viertelfinale des Afrika-Cups in Kamerun in ein anderes Stadion verlegt worden. Patrice Motsepe, Präsident des Kontinentalverbands CAF, sagte auf einer Pressekonferenz, dass das für Sonntag angesetzte Spiel im Stadion Ahmadou Ahidjo statt im Stade d'Olembe stattfinden werde. Beide Arenen liegen in der Hauptstadt Jaunde.

Am Mittwoch werde es ein Treffen der Organisatoren geben, bis Freitag muss laut Motsepe der Bericht einer Untersuchungskommission vorliegen. »Wenn Leute ihr Leben verlieren und verletzt werden, müssen wir gemeinsam Verantwortung tragen. Es gibt keine Entschuldigung für das, was passiert ist«, sagte Motsepe. Vor allen Spielen des Wettbewerbs wird es fortan eine Schweigeminute geben, die CAF ist in Kontakt mit den Familien der Opfer.

Vor dem Achtelfinale zwischen Kamerun und den Komoren (2:1) war es am Montag vor dem Stade d'Olembe zu einer Massenpanik gekommen, als offenbar Zuschauer ohne Ticket in das Stadion wollten. Neben acht Toten gab es 38 Verletzte. Laut Spielplan ist zudem ein Halbfinale in dem Stadion angesetzt, was aber ebenfalls verlegt werden könnte.

Auch der Verband Kameruns veröffentlichte eine Mitteilung. »Wir bedauern die dramatischen Vorfälle außerhalb des Stadions sehr. Unser Mitgefühl gehört den Opfern und ihren Angehörigen. Wir rufen die Fans auf, diszipliniert und verantwortungsbewusst zu handeln, damit die verbleibenden Spiele festlich werden können«, sagte Kameruns Kapitän Vincent Aboubakar. Der frühere Stürmer des FC Porto hatte gegen die Komoren das zweite Tor erzielt.

aha/dpa
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