Afrika-Cup Torhüter Mendy bringt Senegal den Finalsieg im Elfmeterschießen

Die Entscheidung im Finale des Afrika-Cups fiel im Elfmeterschießen: 120 Minuten lang war es zwischen Rekordsieger Ägypten und Favorit Senegal torlos geblieben. Dann wurde Welttorhüter Édouard Mendy zum Helden.
Erster Titel beim Africa Cup of Nations für Senegal

Erster Titel beim Africa Cup of Nations für Senegal

Foto: MOHAMED ABD EL GHANY / REUTERS

Der Gewinner des Afrika-Cups 2022 heißt Senegal. Im Finale setzte sich das Team im Elfmeterschießen 4:2 gegen Ägypten durch. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden. Édouard Mendy hielt den vierten Versuch der Ägypter, Sadio Mané verwandelte anschließend, nachdem er in der regulären Spielzeit noch verschossen hatte. Es war der erste Titel für den Senegal in diesem Wettbewerb.

Die Favoritenrolle vor dem Finale des Afrika-Cups war klar verteilt: Obwohl Ägypten mit bereits sieben Siegen als Rekordsieger des kontinentalen Wettbewerbs in das Spiel ging, standen die Vorzeichen klar auf Sieg der Senegalesen.

Ägypten musste zuvor schon zweimal in die Verlängerung

Einerseits durch die personelle Überlegenheit um unter anderem Liverpool-Star Mané und Welttorhüter Édouard Mendy. Andererseits durch die bisherige kräftezehrende K.O-Phase der Ägypter, in denen sie keine der drei Partien in der regulären Spielzeit gewinnen konnten und zudem sowohl gegen die Elfenbeinküste, als auch gegen Gastgeber Kamerun ins Elfmeterschießen mussten.

Dennoch zeigten beide Teams eine in der Anfangsphase engagierte Leistung. Offensivaktionen wurden meist über ihre jeweiligen Liverpooler Superstars Mohamed Salah oder Mané inszeniert. Letzterer wurde bereits in der vierten Minute im gegnerischen Strafraum gefoult. Beim anschließenden Strafstoß (7. Minute) scheiterte allerdings am ägyptischen Keeper Gabaski, der seinen bereits vierten Elfmeter des Turniers parierte.

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Spätestens danach war das Spiel, trotz vieler Ballverluste und Unkonzentriertheiten beider Seiten, aber in Hand der Senegalesen. Meist spielte es sich im Zentrum ab, die ägyptische Elf stand zunehmend tiefer und lauerte auf Konter über die beiden Außenstürmer Omar Marmoush und Salah. Bis zur Pause kamen sie lediglich zu einem Abschluss (Salah, 43.), den Mendy problemlos hielt.

Senegal kontrollierte die Partie auch in der zweiten Hälfte

Auch in Hälfte Zwei kontrollierten die Senegalesen weitestgehend das Spielgeschehen. Mal über Idrissa Gueye (50.), mal über Mané (53.), die jeweils zu Abschlüssen kamen – ohne Erfolg. Vor allem Ägyptens Torwart Gabaski, der eigentlich als Ersatztorwart ins Turnier startete und erst seit seiner Einwechslung gegen die Elfenbeinküste von Beginn an spielt, reagierte immer wieder reaktionsschnell. Doch auch Ägyptens Verteidiger Abdelmonem köpfte freistehend deutlich über das Tor (69.). Anschließend blieben echte Torchancen auf beiden Seiten weitestgehend aus.

Schon wieder eine Verlängerung für Ägypten

Folgerichtig gingen beide Teams nach torlosen 90 Minuten in die Verlängerung – für Ägypten war es die vierte aus den letzten vier Spielen. Entscheidendes tat sich hier nicht mehr, die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen.

jgh/mfu