Afrika-Cup Tunesien beendet Madagaskars Märchen

Mit einem Teilzeit-Coach hatte Außenseiter Madagaskar das Viertelfinale des Afrika-Cups erreicht. Dort wartete Tunesien, das resolut auftrat und nun in der Runde der letzten Vier steht.
Naim Sliti erzielte in der Nachspielzeit das dritte Tor für die Tunesier

Naim Sliti erzielte in der Nachspielzeit das dritte Tor für die Tunesier

Foto: Javier Soriano / AFP

Überraschend hatte Madagaskar in der Vorrunde die Gruppe B gewonnen und war entgegen jeder Wahrscheinlichkeit bis ins Viertelfinale des Afrika-Cups in Ägypten vorgedrungen. Dort endete das Märchen nun, gegen Tunesien unterlagen die Madagassen 0:3 (0:0). Die Tunesier treffen am Sonntag im Halbfinale auf den Senegal.

Im anderen Halbfinale spielt Nigeria gegen Algerien, das sich früher am Abend 4:3 (1:0, 1:1) im Elfmeterschießen gegen die Elfenbeinküste durchgesetzt hatte. Ein Strafstoß für die Algerier hätte bereits früher die Entscheidung bringen können, doch Baghdad Bounedjah traf die Latte (48. Minute).

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Für Madagaskar, das mit vielen Spielern aus unterklassigen französischen Ligen antritt, begann die Partie gar nicht schlecht. Bis zur Halbzeit war kein Tor gefallen, erst in der 52. Minute war es so weit: Der Tunesier Ferjani Sassi zog mit rechts von außerhalb des Strafraums ab und Innenverteidiger Thomas Fontaine von Stade Reims fälschte den Ball mit dem Rücken ins eigene Tor ab - Torhüter Melvin Adrien hatte keine Chance.

Ab der Führung zeigte sich die Überlegenheit der Tunesier, für die Youssef Msakni auf 2:0 erhöhte (60.). In der Nachspielzeit sorgte Naim Sliti für den Endstand (90.+3).

Die Runde der letzten Vier findet am Sonntag statt. Um 18 Uhr spielt Senegal gegen Tunesien, gefolgt von Algerien gegen Nigeria um 21 Uhr. Der Streaming-Dienst Dazn überträgt beide Partien.

mrk/sid
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