Alemannia Aachen Stadt kauft Tivoli-Stadion für einen Euro

Das neue Aachener Tivoli-Stadion gehört nun offiziell der Stadt. Sie muss damit für alle Kosten aufkommen, die durch den Betrieb der Spielstätte von Alemannia Aachen entstehen. Dem Bund der Steuerzahler gefällt das gar nicht.
Aachener Tivoli: Nun im Besitz der Stadt

Aachener Tivoli: Nun im Besitz der Stadt

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Hamburg - Die Stadt Aachen hat das neu gebaute Tivoli-Stadion des Traditionsklubs Alemannia Aachen für einen Euro gekauft. Damit muss die Stadt künftig für Betriebskosten, Zins und Tilgung von jährlich bis zu 1,6 Millionen Euro aufkommen - und nicht der Fußballverein. Ein Teil werde über Mieteinnahmen gedeckt, sagte Stadt-Dezernent Lothar Barth. Für die Stadt bleibe noch eine Summe im "sechsstelligen Bereich, wenn alles so kommt, wie wir uns das denken".

Der Bund der Steuerzahler NRW kritisierte den Kauf: Mit einem Aufstieg des aktuellen Viertligisten würde die Miete für die Stadionnutzung steigen - das käme den Steuerzahler teuer zu stehen. Sollte Alemannia in der zweiten Liga spielen, schreibe die Stadt voraussichtlich eine "rote Null", mit Stadionkosten von bis zu höchstens 100.000 Euro, hieß es.

Das im Sommer 2009 eröffnete, 46 Millionen Euro teure Stadion hatte den Verein in die Finanzmisere getrieben. "Für Landesbürgschaften und kommunale Unterstützung des Profifußballs haben wir kein Verständnis", sagte Andrea Defeld, die Sprecherin des Steuerzahlerbundes.

psk/dpa
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