Hamburg - Sein legendäres Anstoß-Tor im September 2000 machte ihn berühmt, jetzt ist Alex Alves tot. Der ehemalige Angreifer von Hertha BSC Berlin starb am Mittwochmorgen im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung. Das bestätigte die Krebsklinik Amaral Carvalho in der brasilianischen Kleinstadt Jaú (Bundesland São Paulo), in der Alves behandelt worden war.
Der Hämatologe des Krankenhauses, Mair Pedro de Souza, sagte dem Internetportal globoesporte.com: "Er hat heldenhaft gekämpft und in allen Aspekten mitgearbeitet, aber es gab viele Schwierigkeiten." Eine Transplantation von Knochenmark sei zwar erfolgreich gewesen, das Knochenmark habe sich erholt, "doch es war zugleich die Ursache dafür, dass der Körper es wieder abstieß". Spender war einer seiner Brüder. Alves litt seit vier Jahren an der schweren Erkrankung.
"Ich bin total erschüttert"
Hertha trauert um den ehemaligen Stürmer. "Ich bin total erschüttert. Wir Herthaner hatten alle gehofft, dass sich der Zustand durch die Stammzellenbehandlung bessert und er diese schwere Situation übersteht", sagte Herthas Geschäftsführer Michael Preetz auf der Vereinshomepage. "Unsere Gedanken sind bei seiner Familie."
Der Stürmer war im Winter 2000 für etwa 15 Millionen D-Mark zu Hertha BSC gewechselt. Dort spielte er zwischen 2000 und 2003 und schoss in 81 Partien 25 Tore. Unvergessen bleibt sein Tor aus dem Mittelkreis beim 4:2-Sieg über den 1. FC Köln im September 2000. Der Brasilianer nutzte die Unordnung beim Gegner aus, der gerade das 2:0 erzielt hatte, und überrumpelte FC-Torwart Markus Pröll. Der Treffer wurde später zum "Tor des Jahres" gewählt. Alves sagte später: "Das Tor von der Mittellinie gegen Köln war das schönste in meinem Leben.
Nach seiner Zeit in Berlin wechselte Alves zurück in seine Heimat Brasilien. Dort spielte er während seiner Laufbahn für diverse Clubs, unter anderem für Cruzeiro Belo Horizonte, Palmeiras São Paulo und Vasco da Gama Rio de Janeiro. Außer in Berlin spielte er nur einmal außerhalb Brasiliens, von 2008 bis 2009 beim griechischen Club AO Kavala. Es war zugleich seine letzte Profistation.
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2000 war der Brasilianer (r.) für etwa 15 Millionen D-Mark zu Hertha BSC gewechselt.
In 81 Partien für die Berliner erzielte der Stürmer 25 Treffer.
Unvergessen bleibt sein Tor aus dem September 2000, als er direkt nach dem Anstoß schoss - und Kölns Torwart Markus Pröll überrumpelte.
Der Treffer wurde später zum "Tor des Jahres" gewählt.
2003 wechselte Alves zurück in seine Heimat zum brasilianischen Club Atlético Mineiro. Fünf Jahre später beendete er seine Karriere beim griechischen Verein AO Kavala.
Außer in Berlin und Griechenland spielte Alves in seiner Karriere nur in Brasilien, darunter bei den Clubs Cruzeiro Belo Horizonte, Palmeiras São Paulo und Vasco da Gama Rio de Janeiro.