Fußball-Awards Alexia Putellas und Karim Benzema sind die Besten in Europa

Der FC Barcelona und Real Madrid stellen Europas Fußballerin und Fußballer des Jahres. Bei den Coaches zeichnete die Uefa Englands EM-Heldin Sarina Wiegman und Rekordmann Carlo Ancelotti aus.
Alexia Putellas bei der Preisverleihung in Istanbul

Alexia Putellas bei der Preisverleihung in Istanbul

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OZAN KOSE / AFP

Alexia Putellas ist zum zweiten Mal zu Europas Fußballerin des Jahres gewählt worden. Die offensive Mittelfeldspielerin war in der vergangenen Saison die beste Spielerin beim FC Barcelona, dem dominanten Team im europäischen Fußball. Vergangenes Jahr hatte die 28-jährige Spanierin bereits den Ballon d'Or und die Wahl zur Fifa-Weltfußballerin gewonnen.

Mit ihrem Klub hätte Putellas beinahe eine perfekte Saison gespielt: Die spanische Meisterschaft gewann sie ebenso wie den nationalen Pokal – nur das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon ging verloren. Die EM in England verpasste Putellas wegen eines Kreuzbandrisses kurz vor Turnierbeginn.

Ohne Preis blieben zwei Spielerinnen, die bei der EM im Endspiel zwischen England und Deutschland aufeinandertrafen: Angreiferin Beth Mead vom FC Arsenal und die defensive Mittelfeldspielerin Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg.

Benzema bekommt die Krone

Bei den Männern wurde Karim Benzema ausgezeichnet. Der französische Stürmer hatte mit Real Madrid zum fünften Mal seit seinem Wechsel zum spanischen Rekordmeister 2009 die Champions League gewonnen. Mit 15 Toren war er in der europäischen Königsklasse der erfolgreichste Torjäger.

Die anderen Nominierten waren Benzemas Teamkollege Thibaut Courtois, der mit herausragenden Paraden im Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool geglänzt hatte, und Spielmacher Kevin De Bruyne von Manchester City.

Englands EM-Trainerin und Ancelotti werden geehrt

Nicht nur Profis wurden ausgezeichnet, auch die Coaches wurden geehrt. Bei den Frauen gewann die Niederländerin Sarina Wiegman. Sie hatte das englische Nationalteam zum EM-Gewinn im eigenen Land geführt. Im Turnier kassierte das Team nur zwei Gegentore und traf selbst 22 Mal.

Ebenfalls nominiert waren die deutsche Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sowie Sonia Bompastor vom französischen Meister und Champions-League-Sieger Olympique Lyon.

Die männliche Version des Awards erhielt Real-Trainer Carlo Ancelotti, der als erster Trainer überhaupt zum vierten Mal die Champions League gewann. Das Nachsehen hatten Jürgen Klopp von Ancelottis Finalgegner FC Liverpool und Pep Guardiola, der mit Manchester City zum vierten Mal in fünf Jahren englischer Meister wurde.

mrk
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