Alkoholprobleme Werder feuert Tjikuzu

Offiziell wurde Razundara Tjikuzu zu den Amateuren von Werder Bremen strafversetzt. Aber der junge Namibier hat bei den Norddeutschen wegen Alkoholproblemen offenbar gänzlich ausgespielt.


Bremen - Der SV Werder habe seinem Abwehrspieler Tjikuzu, 22, mitgeteilt, dass er sich einen neuen Verein suchen müsse, berichtet die "Sport-Bild". Dabei galt der Afrikaner einst als größtes Talent von Werder. Die Bremer hatten ihn als 17-Jährigen in Namibia entdeckt und verpflichtet. Er kam ins Werder-Internat und schaffte auch rasch den Weg zu den Profis.

Aber durch die Freundschaft zu Claudio Pizarro geriet der Afrikaner offenbar auf Abwege. Mit dem heutigen Bayern-Stürmer aus Peru soll Tjikuzu nach Medeinberichten öfters zu abendlichen Vergnügungen aufgebrochen sein. Er kam angeblich auch angetrunken zum Training. Nach dem Wechsel Pizarros nach München schien Tjikuzu wieder einem solideren Lebenswandel nachzugehen und wurde Vater.

Aber in dieser Saison gab es offenbar wieder einen Rückfall. Tjikuzu soll wiederholt nach durchzechter Nacht verspätet zum Training der Profis erschienen sein. Jedes Mal habe er auch beteuert, dass es ihm Leid tue und er sich bessern wolle. Dann wurde er zu den Amateuren der Bremer versetzt. "Zwischen Raschi und mir gibt es Punkte, die über das Berufliche hinausgehen", wird Werder-Coach Thomas Schaaf zitiert. Aber irgendwann scheint die Geduld des Trainers zu Ende gewesen zu sein.



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