Anbandelei OK-Vertreter versucht sich als Kuppler

Manuel Hoffmann hat seine Aufgabe zur Rundum-Betreuung der WM-Spieler Paraguays ein wenig zu ernst genommen. Der Beauftragte des WM-Organisationskomitees versuchte sich sogar als Vermittler für nächtliche Kontakte mit dem anderen Geschlecht.


Hamburg - Nach Informationen der schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter" meldete sich Hoffmann nachts um ein Uhr bei Amelie Asplund, einer Journalistin des Blattes. Am Telefon soll er der Fotografin mitgeteilt haben, dass ein im selben Hotel übernachtender Nationalspieler Paraguays sie "in dieser Nacht treffen und näher kennen lernen" wolle.

Fan Paraguays: Rundum-Betreuung für die Nationalelf  
AP

Fan Paraguays: Rundum-Betreuung für die Nationalelf  

Asplund, die wenige Stunden zuvor über das WM-Testspiel Paraguays gegen Dänemark (1:1) in Aarhus berichtet hatte, habe entrüstet und "unangenehm berührt" abgelehnt. "Dagens Nyheter" wertete die Anruf-Affäre als Skandal und widmete dem Thema in der Mittwoch-Ausgabe eineinhalb Seiten.

Hoffmann rechtfertigte seine Tat: "Ich bin eben auch Übersetzungshilfe, da kann es schonmal vorkommen, dass man so etwas persönlich machen muss", sagte er der auflagenstärksten Zeitung Schwedens. Als "Team Liaison Officer" ist Hoffmann Bindeglied zwischen Organisationskommitee und dem Team Paraguays. Das WM-OK werde den Fall intern prüfen, erklärte das WM-OK auf sid-Anfrage.

hut/dpa/sid



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