Reaktionen auf Pirlo als Juventus-Trainer "Muss ich dich jetzt also Mister nennen!?!?!"

Ohne große Erfahrung wird Andrea Pirlo Trainer von Juventus. Ehemalige Kollegen sind überrascht, Alessandro del Piero traut ihm aber Großes zu. Gianluigi Buffon grübelt, wie er Pirlo künftig ansprechen soll.
Andrea Pirlo und Gianluigi Buffon 2013 bei der italienischen Nationalmannschaft: "Viel Glück bei dieser neuen Herausforderung, Andrea!"

Andrea Pirlo und Gianluigi Buffon 2013 bei der italienischen Nationalmannschaft: "Viel Glück bei dieser neuen Herausforderung, Andrea!"

Foto: imago sportfotodienst/ imago images/ZUMA Press

Andrea Pirlo wird ohne Trainererfahrung neuer Coach von Juventus. Der 41-Jährige unterschrieb am Samstag als Nachfolger von Maurizio Sarri einen Vertrag für zwei Jahre bis 2022. Nach der offiziellen Bestätigung des Vereins am Samstag fielen die ersten Reaktionen entsprechend überrascht aus.

"Pirlo hat außergewöhnliche, intellektuelle Fähigkeiten", sagte dessen Weltmeister-Teamkollege von 2006, Alessandro Del Piero, bei Sky . "Andrea kennt das Umfeld, die Spieler und den Verein. Das ist natürlich eine große Überraschung, aber ihm wird Großes gelingen."

Turins Fußball-Chef Fabio Paratici hat große Hoffnungen. "Der Junge war einer von uns, hat bei uns gespielt und ist immer mit uns in Kontakt geblieben. Wir denken auch daran, dass er ein Auserwählter sein kann, so wie er es als Fußballer war", sagte er.

Pirlo ist Weltmeister, Champions-League-Sieger und mehrmaliger italienischer Meister. Von 2011 bis 2015 spielte er bei Juventus. 2017 beendete er beim New York City FC seine Karriere. Erst Ende Juli nahm ihn Juventus dann als U23-Trainer unter Vertrag - gut eine Woche später folgte die Beförderung zum Chefcoach der Profis um Superstar Cristiano Ronaldo.

"Muss ich dich jetzt also Mister nennen!?!?!", fragte Torwart Gianluigi Buffon bei Instagram: "Viel Glück bei dieser neuen Herausforderung, Andrea!" Die beiden hatten jahrelang zusammen im Verein und in der Nationalmannschaft gespielt. Buffon ist ein Jahr älter als Pirlo, hat aber noch einen Profivertrag bis 2021.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der frühere Nationalspieler Alessandro Costacurta, der zusammen mit Pirlo zweimal die Champions League mit der AC Mailand gewonnen hatte, wünscht dem ehemaligen Mittelfeld-Regisseur einen Draht zur neuen Spielergeneration. "Diese Wahl ist ein Wagnis, daran besteht kein Zweifel, sowohl für Andrea als auch für Juve. Aber es ist eine schöne Wette. Ich hatte es nicht erwartet, vielleicht er selbst auch nicht."

Die "Gazzetta dello Sport" schrieb derweil: "Juve wagt einen revolutionären Schritt, der sehr unitalienisch, eventuell spanisch ist." Damit spielte die Zeitung auf Real Madrids Verpflichtung von Zinédine Zidane als Trainer an. Der Franzose arbeitete als Co-Trainer bei den Profis und Coach der zweiten Mannschaft, eher er 2016 ohne große Erfahrung zum Cheftrainer der Königlichen befördert wurde. Anschließend gewann er mit Real dreimal die Champions League.

ptz/dpa/sid