Angriff in Aachen Messerattacke gegen Kölner Regionalliga-Spieler

Für Fofo Bolonga endete ein Spaziergang durch die Aachener Innenstadt im Krankenhaus. Der dunkelhäutige Spieler aus dem Regionalliga-Team des 1. FC Köln wurde von mehreren Angreifern angegriffen und mit einem Messer verletzt. Die Polizei schließt Fremdenfeindlichkeit als Motiv nicht aus.


Kölns Manager Rettig (l.) und Präsident Overath (Archivbild): "Der Spieler ist absolut fassungslos"
DPA

Kölns Manager Rettig (l.) und Präsident Overath (Archivbild): "Der Spieler ist absolut fassungslos"

Aachen - "Es gab rassistische Äußerungen", bestätigte ein Sprecher der Aachener Polizei in der "Bild"-Zeitung. Die Tat hätte sich bereits am Montag ereignet, hieß es weiter. Nach Angaben der Polizei hatten vier Personen den aus Aachen stammenden Bolonga angepöbelt, einer habe dann zugestochen. Das Opfer, das zusammen mit seiner Freundin durch die Aachener City gebummelt war, wurde am Arm verletzt.

Bolonga schaffte es anschließend selbst ins Aachener Klinikum und wurde dort wegen der Schnittverletzungen sofort operiert. Erst am Donnerstag konnte der 19-jährige Nachwuchsspieler das Krankenhaus verlassen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, die Täter konnten bislang noch nicht gefunden werden.

"Der Spieler ist absolut fassungslos. Wir haben ihm Rechtsbeistand angeboten, denn dies ist ein sehr betrüblicher Vorfall", sagte FC-Manager Andreas Rettig dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Auch Regionalliga-Coach Christoph John zeigte sich schockiert: "Die Täter wollten ihn offenbar im Oberkörper treffen."

Bolonga hatte in der Jugend für den Achener Club DJK Westwacht gespielt. Vor vier Jahren war er zum 1. FC Köln gewechselt. Für das Profiteam des Bundesliga-Absteigers, der derzeit die Tabelle der zweiten Liga anführt, hat der in Deutschland geborene Abwehrspieler noch keinen Einsatz zu verzeichnen.



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