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Argentiniens Sieg gegen Belgien: Higuaín erlöst sich selbst

Foto: Dennis Sabangan/ dpa

Sieg gegen Belgien Higuaín schießt Argentinien ins WM-Halbfinale

Argentinien steht verdient im WM-Halbfinale: Der Favorit setzt sich gegen enttäuschende Belgier durch. Das entscheidende 1:0 macht Higuaín.

Hamburg - Argentinien kann weiter vom Titel träumen: Das Team um Superstar Lionel Messi steht nach einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen Belgien im Halbfinale der Weltmeisterschaft in Brasilien. Im Estádio Nacional in der Hauptstadt Brasília sorgte Gonzalo Higuaín bereits in der achten Minute für den Siegtreffer der "Albiceleste".

In der nächsten Runde trifft Argentinien nun auf den Sieger der Partie zwischen den Niederlanden und Costa Rica (22 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). "Wir sind immer ruhig geblieben. Mein frühes Tor hat uns Sicherheit gegeben. Jetzt wollen wir ins Finale", sagte Torschütze Higuaín nach dem Spiel.

Vor fast 69.000 Zuschauern erwischte Argentinien den besseren Start: Eine abgefälschte Flanke von Ángel Di María landete vor den Füßen von Higuaín. Der Angreifer vom SSC Neapel schaltete schnell, zog direkt ab - und traf so an Belgiens Torhüter Thibaut Courtois vorbei ins linke Eck (8.).

Belgien brauchte etwas, um sich von dem frühen Schock zu erholen, dann aber zeigte das Team erste Angriffe: Ein Fernschuss von Kevin de Bruyne ging noch deutlich drüber (13.), eine Hereingabe von Jan Vertonghen musste Ezequiel Garay zur Ecke (17.) klären. Deutlich mehr Gefahr erzeugte dann de Bruynes zweiter Versuch aus der Distanz, den Argentiniens Keeper Sergio Romero aber abwehren konnte (20.).

Di Mariá muss früh ausgewechselt werden

Es brauchte einen Geniestreich von Messi für die nächste Torchance von Argentinien: Der Offensivspieler schickte Di Mariá mit einem 40-Meter-Traumpass, doch der konnte nicht an dem zurückgeeilten Vincent Kompany vorbeiziehen und schoss dem Belgien-Kapitän in die Beine (28.). Und es kam noch schlimmer für Di Mariá: In der 33. Minute musste er verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Enzo Perez.

Vor der Pause versuchte Messi es mit einem direkten Freistoß, den er aber knapp über das Tor zog (40.). Auch Belgien hatte noch eine Gelegenheit: Nach einer Flanke von Vertonghen köpfte Kevin Mirallas knapp daneben (42.). Argentiniens Keeper Romero wäre nicht mehr herangekommen.

Nach der Pause war erneut zunächst Argentinien im Vorwärtsgang. Torschütze Higuaín zog links in den Strafraum, sein Schuss wurde jedoch zur Ecke abgefälscht (51.). Auch zwei Freistöße durch Messi (48./54.) brachten nichts ein. Eine noch viel größere Möglichkeit erarbeitete sich Higuaín kurz darauf: Mit langen Schritten eilte der Angreifer Richtung Strafraum, ließ Kompany stehen und zog ab - traf aber nur die Latte (55.).

Messi scheitert im Eins gegen Eins

Belgien versuchte es nun häufig mit Flanken in den Strafraum, wo Marouane Fellaini und der eingewechselte Romelu Lukaku lauerten. Richtig gefährlich wurde es jedoch erst, als Garay eine flache De-Bruyne-Hereingabe von rechts fast ins eigene Tor verlängerte. Romero konnte den Fehler des Verteidigers ausbügeln (65.). De Bryune war es dann auch, der mit einem abgefälschten Fernschuss fünf Minuten vor Schluss die letzte große Chance Belgiens hatte.

Die Nachspielzeit wurde dann noch einmal dramatisch: Erst scheiterte Messi im Eins gegen Eins gegen Belgiens Keeper, dann konnte Lukaku den Ball nicht mehr gefährlich aufs argentinische Tor bringen.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Die Argentinier haben viel Zeit geschunden, das hat der Schiedsrichter durchgehen lassen", sagte Belgien-Trainer Marc Wilmots: "Wir haben alles probiert, um zurückzukommen. Insgesamt war es ein gutes Turnier von uns, ich bin stolz auf meine Spieler."

Argentinien - Belgien 1:0 (1:0)
1:0 Higuain (8.)
Argentinien: Romero - Zabaleta, Demichelis, Garay, Basanta - Biglia, Mascherano - Di Maria (ab 33. Pérez), Lavezzi (ab 71. Palacio) - Messi, Higuaín (ab 81. Gago)
Belgien: Courtois - Alderweireld, van Buyten, Kompany, Vertonghen - Witsel, Fellaini - Mirallas (ab 60. Mertens), de Bruyne, Hazard (ab 75. Chadli) - Origi (ab 59. Lukaku)
Schiedsrichter: Nicola Rizzoli (Italien)
Zuschauer: 68.551
Gelbe Karten: Biglia - Alderweireld (2), Hazard
Schüsse: 10 / 10
Ballbesitz (in Prozent): 46 / 54

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bka/tok
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