Argentinien-Länderspiel Klinsmann ohne Huth

Seit mehr als vier Jahren hat die deutsche Mannschaft gegen keine große Fußballnation mehr gewonnen - nächste Woche gegen Argentinien soll die schwarze Serie reißen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der erstmals keinen Neuling berief, muss aber auf einen wichtigen Spieler verzichten: Robert Huth fehlt wegen einer Verletzung.


Bundestrainer Klinsmann (r., mit Assistent Löw): Kampf gegen die schwarze Serie
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Bundestrainer Klinsmann (r., mit Assistent Löw): Kampf gegen die schwarze Serie

Frankfurt am Main - Zur Partie am 9. Februar (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) kehrt hingegen der Leverkusener Paul Freier nach seinen starken Leistungen zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde in den Kader der DFB-Auswahl zurück. Zuletzt hatte der Mittelfeldspieler vor der Euro 2004 am 27. Mai gegen Malta (7:0) das DFB-Trikot getragen. Insgesamt berief Klinsmann 20 Spieler in sein Aufgebot, erstmals aber keinen Neuling.

Auch England-Legionär Thomas Hitzlsperger von Aston Villa, der bei der Asien-Reise gefehlt hatte, gehört ebenso wieder zum Kader wie der lange Zeit verletzte Bremer Frank Fahrenhorst. Dafür strich der Bundestrainer im Vergleich zum Benefizspiel für die Flutopfer in Südasien am 25. Januar den Schalker Christian Pander, Marco Engelhardt (1. FC Kaiserslautern) und Tim Borowski (Werder Bremen).

Neben dem viermaligen Nationalspieler Huth, der zuletzt für die Asien-Reise im Dezember und das Benefizspiel keine Freigabe von Chelsea erhalten hatte, fehlt erneut auch der verletzte Philipp Lahm (Ermüdungsbruch im rechten Fuß). Zudem sagte der Münchner Sebastian Deisler seine Teilnahme ab. Er wolle sich erst einmal beim FC Bayern durchsetzen.

Mit der Partie gegen Argentinien will die DFB-Elf endlich ihre schwarze Serie gegen die großen Fußball-Nationen beenden. Der letzte Sieg liegt vier Jahre und vier Monate zurück. Am 7. Oktober 2000 besiegte die DFB-Auswahl noch unter Rudi Völler im Wembleystadion England mit 1:0. Seitdem gab es in zehn Vergleichen gegen Frankreich, England, Italien, Brasilien, die Niederlande und Argentinien acht Niederlagen und nur zwei Unentschieden.

Zudem ist der Vergleich gegen Argentinien für die deutsche Nationalmannschaft die wichtigste Standortbestimmung vor dem Konföderationen-Pokal (15. bis 29. Juni). Dabei trifft das Klinsmann-Team in der Vorrunde auf Australien (15. Juni), Tunesien (18. Juni) und erneut auf Argentinien (21. Juni).

Das deutsche Aufgebot:
Tor: Oliver Kahn (Bayern München), Jens Lehmann (Arsenal London)
Abwehr: Frank Fahrenhorst (Werder Bremen), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Andreas Hinkel (VfB Stuttgart), Per Mertesacker (Hannover 96), Patrick Owomoyela (Arminia Bielefeld), Christian Schulz (Werder Bremen), Christian Wörns (Borussia Dortmund)
Mittelfeld: Michael Ballack (Bayern München), Fabian Ernst (Werder Bremen), Paul Freier (Bayer Leverkusen), Torsten Frings (Bayern München), Thomas Hitzlsperger (Aston Villa), Bernd Schneider (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München)
Angriff: Gerald Asamoah (Schalke 04), Miroslav Klose (Werder Bremen), Kevin Kuranyi (VfB Stuttgart), Lukas Podolski (1. FC Köln)



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