Kurzpässe Robben lässt sich Zeit, van Buyten verlängert

Stürmerstar Arjen Robben möchte in den Vertragsverhandlungen mit Bayern München keine vorschnelle Entscheidung treffen. FCB-Verteidiger Daniel van Buyten hat hingegen bereits verlängert. Und: Russlands Nationaltrainer Dick Advocaat hört nach der EM 2012 auf.
Bayernstar Robben: Noch keine Vertragsverlängerung

Bayernstar Robben: Noch keine Vertragsverlängerung

Foto: Getty Images

Hamburg - Noch kann sich der FC Bayern nicht über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit seinem Stürmer Arjen Robben freuen: Der Niederländer möchte sich mit der Entscheidung Zeit lassen. "Wir warten ab", sagte er dem "Kicker". Als Grund für sein Zögern nannte er unter anderem den Streit mit Mitspieler Franck Ribéry. "Das ist nicht schön. Deshalb muss ich über alles gut nachdenken", sagte Robben. Sein Vertrag bei den Bayern läuft bis 2013, der Club möchte den Angreifer schon jetzt für zwei weitere Jahre an sich binden.

Entschlussfreudiger ist da Robbens Vereinskollege Daniel van Buyten: Der 32-Jährige hat seinen Vertrag bei den Münchnern bereits um ein Jahr verlängert. Der Innenverteidiger bleibt dem Rekordmeister mindestens bis zum 30. Juni 2013 erhalten. Van Buyten war 2006 vom Hamburger SV zu den Bayern gewechselt und hat in 133 Spielen für den FCB 19 Tore erzielt.

Russlands Nationalstrainer Dick Advocaat will sein Amt nach der EM 2012 niederlegen. "Ich werde nicht weitermachen", sagte der 64-jährige Niederländer russischen Medien. Geld habe bei seiner Entscheidung keine Rolle gespielt. Der frühere Coach von Bundesligist Borussia Mönchengladbach hatte den Posten als Cheftrainer 2010 von seinem Landsmann Guus Hiddink übernommen. Er unterschrieb einen Vertrag für zwei Jahre, eine Verlängerungs-Option wird er nun nicht mehr wahrnehmen. Angeblich liegen Advocaat Angebote von seinem ehemaligen Club PSV Eindhoven und von Dynamo Moskau vor.

Für Leverkusens Verteidiger Michal Kadlec ist die Saison bereits beendet. Der Bayer-Profi ist am Montag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wegen seines Nasenbeinbruchs operiert worden und fällt für das letzte Saisonspiel am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beim 1. FC Nürnberg aus. Kadlec war vor einer Kölner Discothek von Hooligans des 1. FC Köln verprügelt worden. Bei Leverkusens 1:0-Sieg gegen Hannover am Wochenende hatte sich das zertrümmerte Nasenbein trotz Gesichtsmaske erneut verschoben.

Frankfurts Abwehrspieler Constant Djakpa ist für vier Spiele gesperrt worden. Damit ahndete das DFB-Sportgericht seinen Kung-Fu-Tritt im Spiel gegen 1860 München (0:2). Djakpa hatte gerade erst eine Sperre von drei Spielen für grobe Unsportlichkeit abgesessen - jetzt wird er der Eintracht beim Start in die neuen Saison erneut fehlen.

Hans-Ulrich Gienke, Aufsichtsratchef von Hansa Rostock, ist zurückgetreten. Sein Stellvertreter Holger Stein übernimmt vorübergehend das Amt. Rostock steht seit der 4:5-Niederlage bei Union Berlin als erster Absteiger der zweiten Liga fest. Zudem droht dem Club die Zahlungsunfähigkeit.

Für die Fußball-WM 2006 ließ der 1. FC Kaiserslautern sein Stadion auf dem Betzenberg aufwendig ausbauen - doch damit war es nicht getan. Noch immer bringt das modernisierte Fritz-Walter-Stadion den Club in finanzielle Bedrängnis: Nahezu elf Millionen Euro muss Kaiserslautern jährlich für die Arena aufbringen. "Das schränkt unsere Handlungsfähigkeit stark ein", sagte Vorstandschef Stefan Kuntz dem Südwestdeutschen Rundfunk. Neben der Stadionmiete von 3,2 Millionen Euro muss der Verein über drei Millionen Euro Betriebskosten und etwa 2,5 Millionen Euro für begleitende Maßnahmen zahlen. Kuntz geht davon aus, dass sich die finanzielle Situation des Vereins in der zweiten Liga noch verschärfen wird.

Christian Gross ist vom Schweizer Super-League-Club Young Boys Bern entlassen worden. Der ehemalige Trainer des VfB Stuttgart überstand bei den Schweizern nur 29 Erstliga-Partien. In den vergangenen neun Spielen holte der Verein lediglich vier Punkte, zuletzt unterlag der Tabellendritte 1:2 in Genf. Nachfolger von Gross wird zunächst der bisherige Nachwuchstrainer Erminio Piserchia.

psk/bka/dpa/sid
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