Arsenal-Coach Wenger Vereine dopen Spieler mit Epo

Arsène Wenger, Trainer von Arsenal London, geht davon aus, dass einige europäische Fußballclubs ihren Spielern das Blutdopingmittel Epo verabreichen. Ihm sei aufgefallen, dass einige der Arsenal-Neuzugänge mit völlig überhöhten Blutwerten zum ersten Training erschienen waren.

Brüssel - Die Bluttests neuer Arsenal-Akteure ließen vermuten, dass sie vor ihrem Wechsel zu den "Gunners" das Blutdopingmittel Epo verabreicht bekommen hätten, so Wenger.

Wahrscheinlich würden die Spieler darüber gar nicht eingeweiht. Der Coach des seit 48 Ligaspielen ungeschlagenen englischen Meisters behauptete bei einer Debatte über Fußball und die europäische Integration in Brüssel: "Es gibt Vereine, die ihre Spieler ohne deren Wissen dopen."

"Wir hatten einige Spieler, die von Clubs aus dem Ausland zu uns wechselten und deren Werte an roten Blutkörperchen unnormal hoch waren", sagte der Franzose weiter, "das hat mich schon stutzig gemacht." Vielleicht würden die Vereine ihren Spielern erklären, dass sie Vitamin-Injektionen bekämen und die Profis würden nicht wissen, dass es etwas anderes ist. Um welche Spieler es sich dabei gehandelt hätte, sagte Wenger nicht.

Der englische Fußballverband FA reagierte inzwischen auf die Aussagen von Wenger mit der Ankündigung, noch in dieser Saison Tests auf Epo durchzuführen. Zudem soll allgemein die Anzahl der Dopingproben erhöht werden. "In der vergangenen Saison haben wir 1250 Proben entnommen, in dieser Saison sollen es rund 1600 werden", erklärte ein Sprecher der FA.

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