Zoff zwischen Wenger und Mourinho "Was sollte ich bereuen?"

Arsenal-Coach Arsène Wenger und Chelsea-Trainer José Mourinho gerieten beim Londoner Derby aneinander. Wenger sieht keinen Grund zur Reue - und stänkert weiter: "Ich höre dem nicht mehr zu, was er sagt."

AFP

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Wenn der FC Arsenal und der FC Chelsea im Londoner Derby aufeinandertreffen, ist nicht nur auf dem Rasen Unterhaltung garantiert. Auch neben dem Platz kann es zur Sache gehen. So war es auch am Sonntag, als Chelsea im eigenen Stadion 2:0 gegen Arsenal gewann - und sich die Trainer leidenschaftlich zofften.

Nach einem Foul von Gary Cahill an Alexis Sánchez in der Anfangsphase schubste Arsenal-Coach Arsène Wenger seinen Chelsea-Kollegen José Mourinho an der Seitenlinie. Kurz danach wiederholte sich die Szene. Der vierte Offizielle, Jonathan Moss, musste einschreiten, um die Streitenden zu trennen.

Wenger wollte hinterher kein Fehlverhalten gestehen. "Was sollte ich bereuen? Ich wollte nur von A nach B. Und bevor ich bei B ankam, trat man mir gegenüber und zeigte mir, dass ich nicht willkommen sei", sagte Arsenals Trainer über die Begegnung mit Mourinho. Mit "B", erklärte Wenger, sei der gefoulte Sánchez gemeint. "Ich wollte sehen, ob er verletzt war."

Für die Darstellung wird Javascript benötigt.

Was Mourinho zu Wenger gesagt habe, konnte Arsenals Coach nicht wiedergeben. "Ganz ehrlich: Ich höre dem nicht mehr zu, was er sagt." Seine Attacke gegen den Chelsea-Coach sei nicht der Rede wert: "Ob ich ihn geschubst habe? Ach was. Ihr wüsstet, wenn ich ihn geschubst hätte", sagte Wenger den englischen Journalisten.

Mourinho beklagte, dass Wenger in seinen Hoheitsbereich eingedrungen sei. "Er hat meine Coaching-Zone betreten. Aber nicht, um Anweisungen zu geben, sondern um den Schiedsrichter zu einer Roten Karte zu drängen", sagte Chelseas Trainer. "Das gefiel mir nicht."

Der exzentrische Mourinho hat in diesem Fall alles richtig gemacht - zumindest nach eigener Aussage. "Ich habe in der Vergangenheit oft aus der Emotion heraus überreagiert. Diesmal nicht. Ich stand einfach in meiner Coaching-Zone. Ende der Geschichte."

Eine nachträgliche Strafe müssen die Trainer wohl nicht befürchten, da Schiedsrichter Martin Atkinson die Situation auf dem Platz erkannte - und Wenger und Mourinho streng ermahnte.

buc/sid



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Aha!11!eins 06.10.2014
1.
In England kriegen die Leute halt was geboten für ihr Geld. In Deutschland müssen sich die Fans selber prügeln. Was mir Angst macht ist das EA-Logo auf dem Jersey des 4. Offiziellen. Ist die die FA schon so tief gesunken und muss Werbefläche an drittklassige Computerspiel-Publisher vergeben?
Aha!11!eins 06.10.2014
2.
In England kriegen die Leute halt was geboten für ihr Geld. In Deutschland müssen sich die Fans selber prügeln. Was mir Angst macht ist das EA-Logo auf dem Jersey des 4. Offiziellen. Ist die die FA schon so tief gesunken und muss Werbefläche an drittklassige Computerspiel-Publisher vergeben?
prince62 06.10.2014
3. Die Trainer in England passen sich dem
Zitat von Aha!11!einsIn England kriegen die Leute halt was geboten für ihr Geld. In Deutschland müssen sich die Fans selber prügeln. Was mir Angst macht ist das EA-Logo auf dem Jersey des 4. Offiziellen. Ist die die FA schon so tief gesunken und muss Werbefläche an drittklassige Computerspiel-Publisher vergeben?
Da sind halt zwei selbsternannte Primadonnen, die sich für unerreichbare Genies halten, dabei sind beide nur kleine Lichter auf dem Trainermarkt, die außerhalb Englands keiner will und braucht, im übrigen scheint sich gerade die Intelligenz der Trainer in der englischen Liga dem Niveau der Spieler und Zuschauer anzupassen, sind ja alle nicht gerade sehr helle, ganz im Gegenteil und von den englischen Massenprint-Medien brauchen wir erst gar nicht zu reden, aber gut, wir in Deutschland auch nicht.
spon-facebook-10000146721 06.10.2014
4.
Naja so schlimm isses nun auch nicht. Bei Derbys raucht es immer mal zwischen den Trainern. Das passiert hier auch in Deutschland. Wenn zum Glück auch meistens nur verbal. Was das EA Logo angeht. Erst einmal ist EA kein drittklassiger Publisher sondern hat einer der erfolgreichsten Fussballserien seit Jahren auf dem Markt und ich freue mich auf jede neue. Zum anderen hat EA halt nun mal auch eine Menge Geld für die Lizenzen etc. bezahlt. Da ist es denke ich normal, dass ein Offizieller dann auch gefälligst mal deren Logo trägt. Ist doch schick,
kascnik 06.10.2014
5. ist ja an sich richtig
Zitat von Aha!11!einsIn England kriegen die Leute halt was geboten für ihr Geld. In Deutschland müssen sich die Fans selber prügeln. Was mir Angst macht ist das EA-Logo auf dem Jersey des 4. Offiziellen. Ist die die FA schon so tief gesunken und muss Werbefläche an drittklassige Computerspiel-Publisher vergeben?
nur dieses 3klassig noch mitanhängen,das gefällt gar nicht. Das muss doch nicht sein,Sie wollen wohl einfach dem Kommmentar mehr Würze verleihen aber letztlich verkommt der andere Inhalt er dadurch eher zu einem Niveau a la Sie wissen schon,4 Buchstaben!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.