Kurzpässe Arsenal will Wenger halten, van der Vaart frustriert

Der FC Arsenal hofft, dass Trainer Arsène Wenger seinen bis 2014 laufenden Vertrag vorzeitig verlängert. Rafael van der Vaart will schnell zurück in die niederländische Nationalmannschaft. Und: Hoffenheim muss drei Wochen auf Abwehrspieler Chris verzichten.

Trainer Wenger: FC Arsenal hofft auf eine vorzeitige Verlängerung
AFP

Trainer Wenger: FC Arsenal hofft auf eine vorzeitige Verlängerung


Hamburg - Arsenal-Trainer Arsène Wenger darf trotz sieben titelloser Jahre auf eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2014 laufenden Vertrags hoffen. "Er ist Teil unserer DNA. Wir hoffen und glauben, dass Arsène weiter ein Bestandteil des Vereins sein wird", sagte Geschäftsführer Ivan Gazidis dem "Daily Mirror". Wenger arbeitet seit 1996 für den Londoner Verein, der 2005 mit dem FA Cup seinen bisher letzten Titel gewonnen hatte.

Der zuletzt nicht berücksichtigte HSV-Profi Rafael van der Vaart kämpft um seine Rückkehr in die niederländische Nationalmannschaft. "Wenn man 100 Länderspiele hat und nicht mehr nominiert wird, tut das weh", sagte der 29-Jährige, "man hat gesagt, dass ich nicht ganz fit bin. Da war ich enttäuscht." Bondscoach Louis van Gaal hatte auf den Spielmacher in den WM-Qualifikationsspielen gegen die Türkei und Ungarn verzichtet. Lob für den Trainer gab es unterdessen von Klaas-Jan Huntelaar: "Natürlich war ich enttäuscht, dass ich nicht von Anfang an gespielt habe, aber die Entscheidungen sind nun offen und ehrlich", sagte Huntelaar der Tageszeitung "De Telegraaf".

Jörg Schmadtke, Geschäftsführer des Bundesligisten Hannover 96, will den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Mirko Slomka unbedingt verlängern. "Slomka weiß um sein Standing und seine Akzeptanz. Das ist eine gute Chance für uns, seinen Vertrag zu verlängern", sagte Schmadtke bei Sky: "Ich hoffe, dass wir am Ende des Tages auch eine Verlängerung hinbekommen."

Der armenische Fußballverband hat gegen die 0:1-Niederlage im Qualifikationsspiel in Bulgarien Protest eingelehnt. Der Einspruch richte sich gegen "die Episoden des Spiels, gegen die gemäß den Fifa-Regeln protestiert werden darf", zitierten Medien am Donnerstag aus einer Stellungnahme. Zudem wies der Verband Berichte als "ungenau" zurück, nach denen das Verhalten der bulgarischen Fans und die Schiedsrichterleistung der Grund seien. Schiedsrichter Stephan Studer aus der Schweiz hatte sich mit Platzverweisen gegen die Armenier Marcos und Geworg Kasarjan den Zorn der Armenier zugezogen.

Die Justizbehörden in Bern ermitteln gegen einen italienischen Fußballer, der angeblich die Gewinne aus illegalen Wetten auf einem Schweizer Bankkonto deponiert hat. Wie die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" berichtet, soll es sich um einen "prominenten Fußballer" handeln, gegen den auch die Staatsanwälte in Cremona ermitteln. Der von den Berner Behörden verdächtigte Profi soll das Bankkonto unter dem Namen eines Strohmanns eröffnet haben. Nicht ausgeschlossen sei zudem, dass weitere Spieler in die Affäre involviert seien. Jedenfalls bestätigten die Ermittler in Bern zunächst, dass eine internationale Organisation bei dem Wett-und Manipulationsskandal aktiv sei.

Bundesligist 1899 Hoffenheim muss in den kommenden Wochen auf den Brasilianer Chris verzichten. Der Defensivspieler erlitt im Training am Mittwoch einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel, er wird etwa drei Wochen ausfallen. Am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) tritt Hoffenheim, nach zwei Liga-Spielen noch ohne Punkt, beim SC Freiburg an.

leh/sid/dpa



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