Asamoah-Stiftung Ein Herz für Hannah

Er ist Nationalspieler, Schalke-Profi - und krank. Gerald Asamoah leidet an einem Herzfehler. Jetzt hat er einer Sechsjährigen aus seinem Heimatland Ghana eine Operation ermöglicht, sie ist geheilt: Begegnung mit einem Star und einer Geretteten.

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An einem kalten Tag im Dezember treffen sich in einem unansehnlichen, riesigen Gebäudekomplex in Hannover fünf Menschen - ein Anlageberater, ein Fußballstar, ein Arzt, ein kleines Mädchen aus Ghana und eine Krankenschwester. Sie sind verbunden durch eine Stiftung für herzkranke Kinder, die den Namen von Gerald Asamoah trägt, aber den Beitrag vieler erfordert. Das Krankenhaus der Medizinischen Hochschule (MHH) wurde in den Sechzigern gebaut. Eine architektonische Körperverletzung, aber es beherbergt internationale Spitzenärzte. 18 Zentren mit 70 Kliniken, 1400 Betten, jährlich 40.000 Patienten.

Hundert Meter entfernt steht die Kinderklinik K10, ein grauer Quader, der sich von anderen dadurch unterscheidet, dass eine Seite gelb angemalt ist. Hinter einer Glastür sitzt ein Pförtner, davor steht eine Holzkrippe, und im zweiten Stock, auf der Kinderstation 68b, lacht das Mädchen jetzt laut, der Arzt lächelt zufrieden, der Manager atmet tief durch, die Krankenschwester spricht über Weihnachten, und Gerald Asamoah, der Fußballprofi, sagt, dass das Lächeln des Kindes alle Mühen wert war.

Seine Stiftung hat die Menschen auf dieser Kinderstation zusammengeführt. Hannah Mensah, das 6-jährige Mädchen mit dem Herzfehler, das nur deshalb für die Operation ausgewählt worden war, weil ein anderes verschwand. Gerald Asamaoh, der selbst an einem Herzfehler leidet. Thomas Breymann, der Arzt, der noch viel vorhat. Und Stephan Müller, der Mann mit den zwei Leben - als Anlageberater in der Finanzkrise und als Vorstand der Stiftung.



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