Asiencup Protest abgelehnt - Katar darf Finale spielen

Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten keinen Erfolg mit ihrem Einspruch: Es bleibt beim Finale zwischen Katar und Japan. Die VAE kritisiserten, dass Katar zwei Spieler unberechtigt eingesetzt habe.

Katars Topstürmer Almoez Ali
AP

Katars Topstürmer Almoez Ali


Wenige Stunden vor dem Endspiel um den Asiencup ist der Protest gegen den Finalteilnehmer Katar abgewiesen worden. Das teilte der asiatische Fußballverband Afc mit.

Der Gastgeber Vereinigte Arabische Emirate hatte nach der 0:4-Halbfinalniederlage gegen Katar dem Gegner vorgeworfen, zwei nicht spielberechtigte Spieler eingesetzt zu haben. Im Finale am Freitag (15 Uhr/Stream: Dazn) trifft der nächste WM-Gastgeber Katar auf Japan.

Im Streit ging es um den im Sudan geborenen Turnier-Toptorjäger Almoez Ali, 22 Jahre, und den aus dem Irak stammenden Verteidiger Bassam Al-Rawi, 21. Die VAE sagten, dass deren Mütter entgegen den Aussagen der beiden Akteure nicht in Katar geboren seien.

Damit hätten sie gemäß Fifa-Artikel 7d ab der Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens fünf Jahre durchgängig in dem Land wohnen müssen, für das sie spielen wollen. Ohne diese Einschränkung ist laut Statuten des Weltverbandes Fifa ein Spieler für sein neues Land nur einsatzberechtigt, wenn er selbst, ein Elternteil oder ein Großelternteil dort geboren wurde.

Eine Begründung für die Ablehnung des Protests wurde zunächst nicht bekannt. Die Fifa hat auf eine entsprechende Anfrage des SPIEGEL noch nicht reagiert.

Das Halbfinale zwischen den beiden politisch zerstrittenen Ländern war von Zwischenfällen überschattet gewesen. Das Spiel musste mehrfach unterbrochen werden.

jan/sid



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skeptikerjörg 01.02.2019
1. Schon klar
Mal unabhängig von der Frage, ob und wie die FIFA die Abstammung und die Staatszugehörigkeit der Mütter der Almoez Ali und Bassam Al-Rawi geprüft hat: Man hat doch nicht etwas erwartet, dass der Betrieb des Herrn Infantino etwas gegen seine katarischen Freunde und Gönner unternimmt! Dafür hat Katar viel zu viel Macht und Einfluss in der FIFA und stützt den Herrn Infantino in jeder Beziehung. Es hat die WM 2022 gekauft und wird sie trotz aller dagegen sprechenden Aspekte wohl auch durchführen - selbst der ganze internationale Ligabetrieb muss vor der "Winter WM" kuschen und sich anpassen. Und da dachten die VAE wirklich, so etwas Lächerliches wie zwei möglicherweise nicht spielberechtigte Spieler könnten etwas bewirken? Es geht um Geld, um viel Geld, für die FIFA und für einen Teil seiner korrupten Funktionäre. Nur darum.
roenga 01.02.2019
2.
Zitat von skeptikerjörgMal unabhängig von der Frage, ob und wie die FIFA die Abstammung und die Staatszugehörigkeit der Mütter der Almoez Ali und Bassam Al-Rawi geprüft hat: Man hat doch nicht etwas erwartet, dass der Betrieb des Herrn Infantino etwas gegen seine katarischen Freunde und Gönner unternimmt! Dafür hat Katar viel zu viel Macht und Einfluss in der FIFA und stützt den Herrn Infantino in jeder Beziehung. Es hat die WM 2022 gekauft und wird sie trotz aller dagegen sprechenden Aspekte wohl auch durchführen - selbst der ganze internationale Ligabetrieb muss vor der "Winter WM" kuschen und sich anpassen. Und da dachten die VAE wirklich, so etwas Lächerliches wie zwei möglicherweise nicht spielberechtigte Spieler könnten etwas bewirken? Es geht um Geld, um viel Geld, für die FIFA und für einen Teil seiner korrupten Funktionäre. Nur darum.
Allein die WM Vergabe 2022 an Katar hatte das ganze Dilemma ja schon öffentlich gemacht - ein Land bekommt eine Sommer WM und verspricht bei der Bewerbung die offenen Stadien zu kühlen, was ein Ding der Unmöglichkeit wäre, nur um direkt nach Vergabe mitzuteilen, dass dies wohl nicht möglich ist und eine Verlegung in den katarischen Winter vorzuschlagen. Daraufhin hatte auch die FIFA erkannt, dass der katarische Sommer zu heiß für eine WM ist und die WM einfach mal verlegt, ohne Rücksicht auf Liga Spielpläne weltweit. Da wundert es wohl nur die naiven unter uns, dass Blatters Bruder im Geiste (Infantino) hier einen möglichen Regelverstoß ahnden würde. Wer zahlt schafft bekanntlich an.
gnarze 01.02.2019
3. Natürlich
Antwort von FIFA und Afc dürfte nach dem Motto "Isso" lauten. Da wird niemand aktiv, selbst wenn bei der WM 2022 Al-Neymar, Al-Messi und Al-Mané für Katar auflaufen.
skeptikerjörg 01.02.2019
4.
Zitat von gnarzeAntwort von FIFA und Afc dürfte nach dem Motto "Isso" lauten. Da wird niemand aktiv, selbst wenn bei der WM 2022 Al-Neymar, Al-Messi und Al-Mané für Katar auflaufen.
Hat bei der Handball-Heim-WM geklappt und bestimmt wird sich Infantino auch rechtzeitig zur Fußball-WM 2022 was einfallen lassen. "Muss jemanden kennen, der mal in Katar gelebt hat" oder etwas derartiges.
geschwafelablehner 01.02.2019
5. salomonisches Urteil
Katar und Saudiarabien sperren (Katar wegen der Spieler, Saudiarabien wegen der Ausschreitungen im Halbfinale), und Japan direkt zum Sieger erklären... ^^ Abgesehen davon ist die Regel bescheuert - man stelle sich vor, jemand bittet hier um Asyl, und das Kind, das mit 10 Jahren herkam, darf erst mit 23 international spielen... Hauptregel vorher ist ja schon, dass man nicht vorher international für ein anderes Land gespielt hat;
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