Aufstiegsfavorit 1860 entlässt Trainer Maurer

1860 München will unbedingt zurück in die erste Bundesliga. Nach dem schwachen Rückrundenstart ist dieses Ziel nach Meinung der Clubchefs aber in Gefahr. Deshalb haben sie nun gehandelt.


München - "Der Verein steht vor einer wegweisenden Rückrunde", begründete 1860-Präsident Karl Auer drei Tage vor dem Pokal-Viertelfinalspiel gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt die Entscheidung des Vereins: "Wir wollen nichts unversucht lassen, das Ziel Aufstieg zu realisieren." Neben Maurer feuerte der Club zwei Tage nach dem enttäuschenden 0:0 zum Rückrunden-Auftakt gegen Schlusslicht LR Ahlen auch Geschäftsführer Roland Kneißl.

Ex-Coach Maurer: 13 Monate Trainer bei 1860
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Ex-Coach Maurer: 13 Monate Trainer bei 1860

Bis zur endgültigen Klärung von Maurers Nachfolge soll der bisherige Assistenz-Coach und Ex-Profi Bernhard Trares das Training von 1860 leiten. München hat derzeit einen Punkt Rückstand auf den bayrischen Rivalen SpVgg Greuther Fürth, der fünf Zähler hinter dem Spitzenduo Alemannia Aachen und VfL Bochum auf dem dritten und letzten Aufstiegsplatz rangiert.

Maurer war seit Anfang Dezember 2004 Cheftrainer bei 1860. Der 45-Jährige hatte vor 13 Monaten den ehemaligen Nationalspieler Rudi Bommer abgelöst. Ein Faktor für seine Beurlaubung waren auch die enttäuschenden Heimvorstellungen seines Teams. Schon vor der Nullnummer gegen Ahlen standen für die Münchner aus den vorangegangenen neun Partien in der Allianz-Arena gerade einmal nur drei Siege und insgesamt auch lediglich elf Punkte zu Buche.

Münchens Trennung von Maurer bedeutete den fünften Trainer-Wechsel in der laufenden Zweitliga-Saison. Zuvor hatten schon Jörg Berger (Hans Rostock), Horst Ehrmantraut (1. FC Saarbrücken), Frantisek Straka (Ahlen) und Christoph Franke (Dynamo Dresden) ihre Posten räumen müssen. Im Gegensatz zu Maurer bleibt Kneißl weiterhin für den Club tätig. Die Vertragsauflösung betrifft lediglich seine Funktion als Sportlicher Leiter, die Aufgaben als Geschäftsführer der Münchner Fanartikel GmbH nimmt Kneißl weiter wahr.



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