Ausschluss aus DFB-Pokal Dresden legt Berufung ein

Dynamo Dresden kämpft um seine Pokal-Teilnahme: Der Zweitligist war wegen Ausschreitungen seiner Fans bei der Zweitrundenpartie in Hannover vom DFB-Pokalwettbewerb der kommenden Saison ausgeschlossen worden. Nun ging Dresden gegen das Urteil in Berufung.
Dynamo-Fans in Hannover: Dresden-Anhänger hatten Teile des Stadions gestürmt

Dynamo-Fans in Hannover: Dresden-Anhänger hatten Teile des Stadions gestürmt

Foto: Alexander Körner/ dpa

Hamburg - Zweitligist Dynamo Dresden geht gegen den Ausschluss aus dem DFB-Pokal in Berufung. Vor einer Woche hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Dresdner nach den Vorfällen beim Pokalspiel in Hannover am 31. Oktober für den Cup-Wettbewerb in der kommenden Saison gesperrt.

"Hintergrund ist, dass die notwendige Meinungsbildung über die in der nächsten Instanz zu erwartenden Chancen und Risiken innerhalb der Sportgemeinschaft noch nicht abgeschlossen ist", hieß es in einer Mitteilung des Clubs. Zudem liege dem Verein noch keine schriftliche Urteilsbegründung vor.

Durch Einlegung der Berufung gewinne "Dynamo demnach mehr Zeit, um die genaue Begründung des Urteils, die Aussichten eines Berufungsverfahrens sowie die juristischen und wirtschaftlichen Risiken dezidiert zu prüfen", hieß es weiter. Nach Zugang der schriftlichen Urteilsbegründung hat der Club zwei Wochen Zeit, um eine Berufung vor dem DFB-Bundesgericht schriftlich zu begründen. Dies werde aber nur geschehen, wenn "Aufwand und Nutzen eines weiteren Verfahrens für den Verein in einem vertretbaren Verhältnis stehen".

Bereits in der vergangenen Saison hatten die Dresdner nach Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund im Oktober 2011 erst in der Berufung vor dem DFB-Bundesgericht einen Ausschluss abwenden können.

In dieser Saison hatten Dresdner Fans vor dem Spiel der zweiten Runde bei Hannover 96 am 31. Oktober 2012 (3:4 i.E.) die Eingänge der Arena gestürmt. Zudem wurde in beiden Fanblöcken Pyrotechnik gezündet. Drei Anhänger wurden festgenommen, außerdem kamen 18 Personen vorübergehend in polizeilichen Gewahrsam. Insgesamt gab es neun Verletzte.

luk/dpa/sid
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