Uefa-Strafen nach Ausschreitungen Geisterspiele und Geldstrafen für Saloniki und Wien

Die schweren Ausschreitungen während der Qualifikations-Partie zwischen PAOK Saloniki und Rapid Wien haben ein Nachspiel: Beide Clubs wurden zu Spielen ohne Zuschauer und Geldstrafen verurteilt. Bei weiteren Vorkommnissen der Art droht den Vereinen der Ausschluss von internationalen Wettbewerben.
Ausschreitungen in Saloniki: 150.000 Euro Strafe

Ausschreitungen in Saloniki: 150.000 Euro Strafe

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Hamburg - Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat der griechische Club PAOK Saloniki und Rapid Wien aus Österreich mit Geisterspielen und Geldbußen bestraft. Im Hinspiel der Qualifikation zur Europa League zwischen den beiden Vereinen war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Saloniki muss drei Heimpartien ohne Zuschauer bestreiten und 150.000 Euro zahlen. Wien wurde zu lediglich einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit und einer Strafe von 75.000 Euro verurteilt.

Sollte es erneut zu ähnlichen Vorfällen wie vergangene Woche kommen, droht beiden Clubs zudem der Ausschluss aus einem internationalen Wettbewerb, für den sie sich in den kommenden fünf Jahren qualifizieren. Diese Strafe sprach die Kontroll- und Disziplinarkammer der Uefa jedoch mit einer Bewährung von drei Jahren aus.

Sowohl Rapid als auch PAOK kündigten bereits Einspruch gegen die erstinstanzlichen Urteile innerhalb der nächsten drei Tage an.

In Thessaloniki hatten sich Fans beider Teams mit Leuchtkugeln und Feuerwerkskörpern attackiert. Anhänger der Gastgebermannschaft stürmten das Spielfeld und griffen die Rapid-Fans von dort aus an. Die Polizei setzte Tränengas ein, woraufhin sich die Lage beruhigte. Sieben Rapid-Anhänger wurden vorübergehend festgenommen.

Das Rückspiel am Donnerstag dürfen die Österreicher noch vor ausverkaufter Kulisse bestreiten, rund 800 PAOK-Fans werden erwartet. Saloniki hatte das Hinspiel 2:1 gewonnen.

psk/dpa
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