Krawalle in Buenos Aires Austragung des Copa-Finals ist noch fraglich

Der erste Anlauf, das Endspiel der Copa Libertadores in Buenos Aires auszutragen, scheiterte an schweren Fan-Krawallen. Das Finale ist jetzt auf Sonntag verschoben - ob es dann wirklich stattfindet, ist aber offen.

Polizei und River-Plate-Fans
AFP

Polizei und River-Plate-Fans


Wenige Stunden nach der Verlegung des Final-Rückspiels der Copa Libertadores auf Sonntag steht hinter dem argentinischen Fußball-Klassiker zwischen River Plate und Boca Juniors weiter ein dickes Fragezeichen. Nach den gewalttätigen Attacken von River-Plate-Fans auf den Boca-Bus sperrte die Stadtverwaltung von Buenos Aires das Estadio Monumental vorerst.

"Ein Übermaß an Zuschauern und Versperrung der Fluchtwege", lautete die offizielle Begründung für den Beschluss. Die Sperre der Arena kann allerdings durch die Bezahlung der Geldstrafe in nicht öffentlich gemachter Höhe kurzfristig aufgehoben werden kann. Logistische Probleme beim erneuten Stadion-Einlass der rund 65.000 Fans, die am Samstag vergeblich auf den Anpfiff gewartet hatten, erscheinen allerdings in jedem Fall unvermeidlich.

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Copa Libertadores: Straßenschlacht statt Fußballfest

Am Samstag war der Boca-Teambus knapp zwei Stunden vor Beginn des Duells der Erzrivalen aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires nahe der Stadioneinfahrt mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen worden. Dabei gingen Fensterscheiben kaputt und erlitten Kapitän Pablo Perez sowie Nachwuchsspieler Gonzalo Lamardo durch Splitter Augenverletzungen. Das von der Polizei eingesetzte Tränengas sorgte zudem bei weiteren Spielern für Übelkeit und andere Beschwerden.

Im Umfeld des Stadions lieferten sich vor dem geplanten Anpfiff des entscheidenden Spiels um den Titel im südamerikanischen Pendant zur europäischen Champions League außerdem River-Plate-Fans, die sich ohne Eintrittskarten Zugang zur Arena verschaffen wollten, Straßenschlachten mit der Polizei. Insgesamt wurden mindestens 56 Personen vorübergehend verhaftet.

aha/sid



insgesamt 2 Beiträge
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globaluser 25.11.2018
1. Der Skandal nach dem Skandal ist,
das Infantino und CONMEBOL die Vereine, insbesondere BOCA, wohl zwingen wollte, dennoch zu spielen. Es ist ein Unding Herr Hopp als Zielschiebe zu präsentieren, aber bei Infantino könnte man einmal eine Ausnahme machen , z.B. wären Stinkbomben angebracht.
mutburger 25.11.2018
2. @globaluser
und wie verbleiben wir bei der uefa und der bvb führung, die nach dem busattentat auf das spiel am nächsten tag bestanden?
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