Verkehrschaos in Frankfurt befürchtet Bayern-Spiel soll trotz Bahnstreik stattfinden

Der Bahnstreik hat auch Einfluss auf die Austragung der Bundesligaspiele am Wochenende. So stand eine Absage der Partie von Eintracht Frankfurt gegen Bayern München zur Debatte. Das Spiel soll jetzt aber stattfinden.

Bundesligafußball in Frankfurt: Am Wochenende droht Absage wegen Streiks
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Bundesligafußball in Frankfurt: Am Wochenende droht Absage wegen Streiks


Hamburg - Die Fußballbundesliga steht an diesem Wochenende auch unter dem Einfluss des Bahnstreiks: So hatte die Frankfurter Polizei wegen des zu erwartenden Verkehrschaos am Samstag rund um die Frankfurter Arena Bedenken gegen eine Austragung der Partie der Eintracht gegen Bayern München angemeldet. Das Spiel soll nach Aussage der Deutschen Fußball-Liga aber nun doch wie geplant am Samstagnachmittag stattfinden.

Eine endgültige Entscheidung soll am Nachmittag nach Auskunft von Eintracht Frankfurt fallen. "Auf dieser Sitzung werden wir nach Rücksprache mit der Polizei und der Deutschen Fußball Liga entscheiden", sagte Sprecher Carsten Knoop: "Dort werden wir sehen, ob wir einen Notfallplan aufstellen können."

Das Problem ist offensichtlich die große Anzahl der Fanbusse, die als Folge des Streiks für das ausverkaufte Spiel eingesetzt werden müssen. Da die Arena ansonsten lediglich mit dem Auto oder mit der Straßenbahn zu erreichen ist, wenn die S-Bahn bestreikt wird, befürchtet die Polizei, der Situation nicht Herr werden zu können.

Am Samstag wird ein ausverkauftes Haus gegen den Rekordmeister erwartet. Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen geht derzeit davon aus, dass "das Spiel stattfinden wird", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Trotz des Bahnstreiks erwartet das Bündnis "Pro Fans" keine leeren Gästeränge in den Bundesligastadien. "Fußballfans sind sehr erfinderisch", sagte Sprecher Sig Zelt am Donnerstag in Berlin. Einige versuchten nun, Mitfahrgelegenheiten zu bilden oder doch ein größeres Auto zu mieten. "Das organisieren die dann intern."

Der Ausstand auf der Schiene trifft nach Zelts Einschätzung nicht alle Fans gleichermaßen, die zu Auswärtsspielen wollen. Sehr lange Strecken würden häufig sowieso mit dem Bus zurückgelegt, weil Sonderzüge teuer seien. Schwieriger werde es bei mittleren Entfernungen, für die viele die Wochenend-Tickets der Bahn nutzten.

aha/sid/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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pommbaer84 06.11.2014
1. Also ehrlich
Das geht jetzt eindeutig zu weit ! /ironie off Ich finde den streik bisher wunderbar. Meine Züge fahren alle, und alle äußerst pünktlich! wahrscheinlich sind die Strecken sonst einfach nur zu voll..
harald_haraldson 06.11.2014
2. Ach Gottchen!
Jetzt ist das Abendland wirklich in Gefahr; ein Bundesliga Spiel könnte betroffen sein und auch noch die Bayern - das geht nun wirklich nicht! PS: Was ist eigentlich aus der Ebola Epidemie geworden? Problem gelöst? Nach wochenlanger Dauer-Hysterie nun kein Wort mehr - so wie immer.
retterdernation 06.11.2014
3. Na dann ist ja alles gut...
Streik und Spiele, geht doch. Und weil hier ja so viele Streikbegeisterte sind - von mir aus kann die GdL bis ins kommende Jahr weiter die ARBEIT niederlegen lassen
icedtea 06.11.2014
4. kleine Aufklärung
an die Spiegel-Online Redaktion. Zum Waldstadion fahren keine U-Bahnen, sondern die Straßenbahn!
bonngoldbaer 06.11.2014
5. Selbstverständlich
Warum sollte das Spiel nicht stattfinden? Ich glaube nicht, dass in diesem Jahrhundert schon einmal ein Bayern-Spieler mit dem Zug zu einem Spiel angereist ist. Ärgerlich ist nur, dass die Berichterstattung wieder wertvolle Tagesschau-Sendezeit kosten wird.
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