2. Fußball-Bundesliga Auch Bochum legt wegen Jatta Protest gegen Spielwertung ein

Nächster Einspruch im Fall des HSV-Profis Bakery Jatta: Nach dem 1. FC Nürnberg hat sich nun auch der VfL Bochum an den DFB gewandt.

Bakery Jatta
Martin Rose/Getty Images

Bakery Jatta


Auch Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Protest gegen die Wertung des am vergangenen Freitagabend 0:1 verlorenen Punktspiels beim Hamburger SV eingelegt.

"Der Einspruch erfolgt im Hinblick auf die nach wie vor ungeklärte Situation um die Spielberechtigung des HSV-Spielers Bakery Jatta, wie sie sich aus den Medienberichten darstellt", gab der VfL bekannt.

Ein Bericht der "Sport Bild" hatte Zweifel an der Identität des 21 Jahre alten Offensivspielers aus Gambia hervorgerufen. Demnach könnte Jatta früher unter dem Namen Bakary Daffeh bekannt gewesen sein. Er könnte zudem zweieinhalb Jahre älter als bislang angenommen sein.

DFB und Bezirksamt Hamburg-Mitte ermitteln

Das zuständige DFB-Sportgericht wird den HSV anschreiben und um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen bitten, teilte der Verband mit. Das Gremium wird dann zu gegebener Zeit über den Einspruch befinden.

"Der VfL hat zur Fristwahrung und in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Mannschaft und das Vereinswohl Einspruch gegen die Spielwertung der Partie beim HSV eingelegt", schrieben die Bochumer.

Der Kontrollausschuss des DFB sowie das Bezirksamt Hamburg-Mitte haben in dem Fall Ermittlungen aufgenommen. In der vergangenen Woche hatte der DFB-Kontrollausschuss Jatta angehört und seine Spielberechtigung für gültig erklärt.

Auch der 1. FC Nürnberg hatte wegen Jatta Einspruch gegen das 0:4 verlorene Heimspiel gegen den HSV eingelegt, weil Jattas Spielberechtigung unter den Umständen einer möglichen Identitätsfälschung unwirksam sei.

bka/sid/dpa



insgesamt 98 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
dr.bernd_fabry@web.de 19.08.2019
1. Schlechte Verlierer
Man(n) fragt sich, ob Nürnberger und Bochumer auch eingesprochen hätten, wenn sie auch nur einen Punkt geholt hätten. Honi soit qui mal y pense. Good luck, Dieter Hecking, ein Gladbacher.
fördeanwohnerin 19.08.2019
2. -
Hätten die Vereine auch Einspruch eingelegt, wenn sie gewonnen hätten? Ach bitte, schlechte Verlierer, nenne ich sowas.
turiman 19.08.2019
3. Armutszeugnis
Es hat schon etwas Erbärmliches wenn ein Verein meint dass ein anderer Klub nur wegen eines Spielers gewonnen hat, und nun mal Hand aufs Herz, Jatta ist schließlich nicht Maradonna
shakshirak 19.08.2019
4.
Da wird die Büchse der Pandora geöffnet. Wenn das Schule macht, kann jedes Spiel angefochten werden, in welchem ein Nicht-EU Spieler mitwirkt. Der Mann hat eine Spielberechtigung. Solange diese nicht unwirksam ist und der Verein nicht an der behaupteten Fälschung mitgewirkt hat, sehe ich nicht, wieso der Verein bestraft werden sollte. Der HSV wird sich schon noch ganz ohne Hilfe von den Aufstiegsplätzen verabschieden.
elisenstein 19.08.2019
5. der DFB Kontrollausschuss
hat Jatta angehört und seine Spielberechtigung für gültig erklärt. Ja, was will Bochum dann noch mehr? Aber vielleicht hat der DFB das ja gar nicht so gemeint? April, April? Bochum, machst mit nem Doppelpass jeden Gegner nass? Und wenn das nicht hilft, dann eben mit einem peinlichen Einspruch gegen das Ergebnis?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.