Karriereende Ballack wünscht sich Abschiedsspiel

Der ehemalige Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft wünscht sich ein würdevolles Ende seiner Profikarriere. Mit einem Abschiedsspiel will Michael Ballack sich von seinen Fans verabschieden. Dabei zeigt er sich noch immer verbittert über seine Ausbootung aus der DFB-Elf.

Ehemaliger "Capitano" Ballack: Abschiedsspiel erwünscht
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Ehemaliger "Capitano" Ballack: Abschiedsspiel erwünscht


Hamburg - Lange Zeit war von Michael Ballack gar nichts mehr zu hören, jetzt sorgt der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft für die dritte Schlagzeile binnen wenigen Tagen. "Ich würde mir ein nachträgliches Abschiedsspiel wünschen. Ich möchte mich natürlich gebührend von meinen Fans verabschieden", sagte Ballack der Kölner Zeitung "Express".

Vor einer Woche hatte der "Capitano" seinen Rücktritt vom Profifußball erklärt, am Montag dann eine mögliche Trainertätigkeit in Aussicht gestellt: "Ich werde in absehbarer Zeit den Trainerschein machen, unabhängig davon, ob ich später auch als Trainer arbeiten werde", hatte Ballack gesagt.

Der 36-Jährige, der zuletzt für Bayer Leverkusen in der Bundesliga aktiv war, ist zudem immer noch enttäuscht darüber, dass ihm ein Abschiedsspiel aus der deutschen Nationalmannschaft verwehrt blieb: "Es wird ja immer suggeriert, dass ich ein Abschiedsspiel abgelehnt hätte - aber so war es nicht. Ich hätte liebend gerne ein Abschiedsspiel gemacht. Ich hätte es mir von DFB-Seite gewünscht. Aber gewisse Personen hatten es für mich nicht vorgesehen. Das muss ich so akzeptieren", sagte der 98fache Nationalspieler.

Einen möglichen letzten Einsatz im Länderspiel gegen Brasilien 2011 hatte Ballack nicht gewollt. "Unter den damals gegebenen Umständen klang das für mich wie Almosen. Das wollte ich nicht", sagte der ehemalige Mittelfeldspieler.

Nach der WM 2010, die Ballack aufgrund einer schweren Knöchelverletzung verpasst hatte, bestritt der frühere Führungsspieler keine Partie mehr für das Team von Trainer Joachim Löw. Mit dem Bundestrainer will Ballack aber gerne noch ein klärendes Gespräch über seinen unfreiwilligen Abschied aus der Nationalmannschaft führen: "Wichtig ist, dass wir beide in aller Ruhe mal über das Geschehene sprechen. Aber es wird keine Geste nur für die Öffentlichkeit geben", sagte der vierfache Deutsche Meister.

fls/sid

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