Fotostrecke

Weltfußballer 2012: König Messi und der Kaiser

Foto: MICHAEL BUHOLZER/ REUTERS

Barça-Superstar Messi zum vierten Mal in Folge Weltfußballer

Messi, Messi, Messi, Messi: Der Superstar vom FC Barcelona ist in Zürich als Weltfußballer des Jahres 2012 geehrt worden. Er bekam die Auszeichnung zum vierten Mal in Folge und setzte sich gegen Cristiano Ronaldo und Andrés Iniesta durch. Bei den Trainern gewann Vicente del Bosque.

Hamburg - Das haben noch nicht mal Ronaldo oder Zinedine Zidane geschafft: Lionel Messi ist zum vierten Mal als Weltfußballer ausgezeichnet worden - Rekord. Auch 2009, 2010 und 2011 hatte der Argentinier den goldenen Fußball gewonnen.

Der 25-Jährige wurde bei einer Gala des Fußball-Weltverbandes Fifa in Zürich geehrt. Der Superstar des FC Barcelona setzte sich bei der Abstimmung, an der die Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie ausgewählte Sportjournalisten teilnahmen, mit 41,6 Prozent der Stimmen deutlich gegen seinen Dauer-Konkurrenten Cristiano Ronaldo von Real Madrid (23,7 Prozent) sowie Barça-Teamkollege Andrés Iniesta (10,9) durch.

"Das ist einfach unglaublich, hier zum vierten Mal zu stehen", sagte Messi. Er hatte 2012 den 40 Jahre alten Rekord von Gerd Müller für die meisten Tore in einem Kalenderjahr gebrochen, 91 waren es am Ende. Mit Barcelona war er im Gegensatz zu den Vorjahren weniger erfolgreich: In der Meisterschaft reichte es nur zu Platz zwei hinter Real, in der Champions League war im Halbfinale gegen den FC Chelsea überraschend Schluss. Daher musste sich Barça mit dem Pokalsieg begnügen.

Spaniens Nationalcoach del Bosque Trainer des Jahres

"Er erzielt nicht einfach nur viele Tore, sondern viele großartige Tore. Und jedes ist schöner als das vorige. Es tut mir leid für diejenigen, die ihn entthronen wollen - das ist unmöglich", sagte sein ehemaliger Trainer Pep Guardiola, bis vergangenen Sommer Coach des FC Barcelona. Der 42-Jährige war in der Kategorie "Trainer des Jahres" nominiert, musste den Preis aber Vicente del Bosque überlassen, der mit Spanien den EM-Titel gewonnen hatte. Guardiola hatte die Auszeichnung als bester Trainer im vergangenen Jahr erhalten. 2010 hieß der Sieger José Mourinho, dieses Mal ebenfalls nominiert.

Den Preis für den besten Coach eines Frauenteams bekam Pia Sundhage. Die Schwedin führte die Auswahl der USA bei den Olympischen Spielen in London zur Goldmedaille. Sie setzte sich gegen Vorjahressieger Norio Sasaki aus Japan und Bruno Bini aus Frankreich durch. Entscheidenden Anteil am Olympiasieg der USA unter Sundhage hatte Abby Wambach, die zur Weltfußballerin des Jahres 2012 gekürt wurde. Leer aus gingen ihre Teamkollegin Alex Morgan und die Brasilianerin Marta, die den Titel zwischen 2006 und 2010 fünfmal in Folge gewonnen hatte.

Auch Franz Beckenbauer bekam in Zürich etwas überreicht: Er erhielt den Präsidenten-Preis der Fifa, sozusagen eine Ehrung fürs Lebenswerk. Der 67-Jährige bekam die Auszeichnung für seine "außerordentlichen Verdienste" um den Fußball aus den Händen von Sepp Blatter. Der Fifa-Präsident würdigte Beckenbauer als "eleganten Weltklassespieler, charismatischen Trainer und Kopf und Chef der WM 2006 in Deutschland".

Ein weiterer Preis wurde für das Tor des Jahres 2012 vergeben. Geschossen hat es der Slowake Miroslav Stoch im Ligaspiel von Fenerbahce Istanbul gegen Genclerbirligi per Direktabnahme von außerhalb des Strafraums, wie die Fan-Abstimmung ergab. Das Abstimmungsprozedere war im Vorfeld kritisiert worden, da das spektakuläre Tor des Schweden Zlatan Ibrahimovic per Fallrückzieher im Länderspiel gegen England nicht mehr berücksichtigt wurde, da die Vorauswahl bereits im November abgeschlossen war.

Bleibt zu guter Letzt noch die Fifa-Weltauswahl des Jahres 2012 - und das ist eine alleinige Angelegenheit der spanischen Primera División. Mit Dani Alves, Gerard Pique, Xavi, Iniesta und Messi sowie Iker Casillas, Sergio Ramos, Marcelo, Xabi Alonso und Cristiano Ronaldo stehen jeweils fünf Spieler vom FC Barcelona und von Real Madrid in der Elf 2012, die durch Falcao von Reals Stadtrivale Atlético ergänzt wird.

ham/sid/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.