Schweinsteiger bei United Nur die Nummer fehlt noch

Bastian Schweinsteiger hat zum ersten Mal mit seinem neuen Verein Manchester United trainiert - noch ohne Rückennummer. Bei Bayern trug er die 31, und die soll nie wieder jemand anderes kriegen, meint Ottmar Hitzfeld.


Nach seinem Wechsel zu Manchester United hat Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger sein erstes Training mit dem neuen Klub absolviert. Der 30 Jahre alte Kapitän der deutschen Nationalmannschaft vergnügte sich beim Fußballtennis im Trainingscamp des American-Football-Klubs Seattle Seahawks.

ManUnited war am Montag mit einem 26-köpfigen Team, darunter neben Schweinsteiger auch die weiteren Zugänge Memphis Depay, Matteo Darmian und Morgan Schneiderlin, in die USA aufgebrochen. Dort bestreitet der englische Rekordmeister vier Testspiele in 13 Tagen.

Unter anderem spielt Manchester gegen Champions-League-Sieger FC Barcelona (25. Juli) und den französischen Spitzenklub Paris St. Germain (30. Juli). Schweinsteigers Wechsel nach 17 Jahren beim deutschen Rekordmeister Bayern München zu United war am Montag offiziell besiegelt worden.

Im frischen Klubdress hatte für ihn zuvor ein neuer Lebensabschnitt begonnen. "Ich fühle mich bereit für diese neue und aufregende Herausforderung in der stärksten Liga der Welt", sagte Schweinsteiger in seinem ersten Interview im vereinseigenen TV vor dem Start der Testspiel-Tournee in den USA.

Münchens früherer Meistertrainer Ottmar Hitzfeld hat derweil gefordert, Schweinsteigers Rückennummer 31 bei den Bayern nicht mehr zu vergeben. "Bastians Rückennummer gehört nun eigentlich ins Archiv", sagte Hitzfeld der "Sport Bild": "Ich bin mir sicher, dass sie kurzfristig nicht vergeben wird. Diese Nummer wird immer für ihn stehen, womöglich wird sie nie mehr an einen anderen Spieler vergeben."

Schweinsteigers Rückennummern bei United belegt

Mit welcher Rückennummer Schweinsteiger für die "Red Devils" auflaufen wird, steht noch nicht fest. Bei seiner Vorstellung präsentierte er nur ein Trikot mit seinem Namen, aber ohne Nummer. Die 31 ist vom Belgier Marouane Fellaini belegt; die 7, die Schweinsteiger bei der Nationalmannschaft trägt, hat Ángel di María. Diese Nummer könnte allerdings noch frei werden, da der Argentinier beim französischen Meister Paris St. Germain im Gespräch ist.

Franz Beckenbauer hat unterdessen erneut Zweifel an der Richtigkeit von Schweinsteigers Entscheidung geäußert. "Ich finde es sehr mutig, in diesem Alter noch einen derartigen Schritt zu tun", sagte der Bayern-Ehrenpräsident der "Passauer Neuen Presse". In München kenne man Schweinsteiger, "wir wissen, was er drauf hat. In England ist das nicht so", sagte Beckenbauer. Bereits am Wochenende hatte er gesagt, er hätte einen Wechsel in die sportlich weniger fordernde USA besser verstanden.

Fotostrecke

8  Bilder
Fotostrecke: Abgang der Ikonen

aha/dpa/sid



insgesamt 50 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
#4711 14.07.2015
1.
Der "Kaiser" bewegt sich auch in ganz anderen Kreisen, da versteht man(n) mehr von anderen Dingen........
cs01 14.07.2015
2.
Beckenbauer hat recht, die MLS wäre einfacher gewesen. Es ehrt Schweinsteiger jedoch, dass er das Risiko und die herausforderung gewählt hat. In den USA seine Karriere ausklingen lassen kann er immer noch.
kuchengespenst 14.07.2015
3. In der stärksten Liga der Welt
Da hätte er sich vielleicht vorher nochmal informieren sollen.
wollexxxx 14.07.2015
4.
Blödsinn USA. Er ist 30 und im besten Alter,um auch in England noch zu konkurrieren. Vorausgesetzt er hat heile Knochen.
KJB 14.07.2015
5. MLS zweitklassig
Die MLS ist immer noch zweitklassig! Wie kann man von einem Schweinsteiger nur erwarten das er mit 30 in die MLS wechselt. Das wäre sportlich ein Abstieg und mit 30 hat er auch noch nicht das Alter erreicht wo man von einem Mittelfeldspieler seiner Klasse einen solchen Schritt erwarten könnte. In 3 Jahren dann vlt. für 2 Jahre aber nicht früher.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.