Bundesliga Herrlich wird neuer Trainer in Leverkusen

Bayers Suche ist beendet: Überraschend hat Heiko Herrlich den vakanten Posten als Cheftrainer in Leverkusen übernommen. Sportdirektor Rudi Völler gab jedoch zu, dass Herrlich nicht Bayers erste Wahl war.


Bayer 04 Leverkusen hat Heiko Herrlich als neuen Trainer verpflichtet. Der ehemalige Nationalspieler, der 1989 seine Profikarriere bei der Werkself begonnen hatte, wechselt zur neuen Spielzeit nach Leverkusen und wird mit einem Vertrag bis 2019 ausgestattet. "Wir brauchen nicht drumherum reden: Letztes Jahr hat Bayer das Ziel deutlich verfehlt. Man hat ein anderes Anspruchsdenken", sagte Herrlich bei seiner offiziellen Vorstellung. "Wir wollen alles tun, nächstes Jahr ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Bayer-Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete die Entscheidung zugunsten Herrlichs als "für viele ein bisschen überraschend". "Es ist auch kein Geheimnis und nachvollziehbar, dass viele Gespräche geführt wurden", sagte er. Es habe zwei Trainer gegeben, "an denen wir sehr, sehr großes Interesse hatten. Wir haben das nicht hinbekommen aus verschiedenen Gründen." Im Verlauf der letzten Woche habe sich dann "der Name Heiko Herrlich bei uns verfestigt".

Erst vor zwei Wochen hatte Herrlich sich mit Jahn Regensburg in der Relegation gegen 1860 München durchgesetzt und den zweiten Aufstieg in Folge perfekt gemacht. Vor seinem Engagement in Regensburg war Herrlich im Jugendbereich vom DFB und Borussia Dortmund aktiv.

Seine erste Trainerstation in der Bundesliga hatte der 45-Jährige 2009 beim VfL Bochum angetreten, wo er jedoch bereits nach 22 Spielen (vier Siege, acht Remis, zehn Niederlagen) wieder entlassen wurde. Anschließend trainierte er die Spielvereinigung Unterhaching für ein Jahr, ehe er zwei Saisons die U17 des FC Bayern München verantwortete und dann nach Regensburg wechselte.

Leverkusen hatte die abgelaufene Saison auf einem enttäuschenden zwölften Platz beendet. Nach der Entlassung von Trainer Roger Schmidt im März stellte sich auch unter Interimscoach Tayfun Korkut kein nachhaltiger Erfolg ein.

lst



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Pless1 09.06.2017
1. Mutiger Schritt
Heiko Herrlich hat als Trainer bisher nur unterklassige Mannschaften betreut. Ist das nun Mut oder Verzweiflung bei Bayer? Heiko Herrlich wünsche ich aber ehrlich Erfolg, das war immer schon ein prima Typ, der auch in Dortmund unvergessen bleibt!
Schlaflöwe 09.06.2017
2. Rudi
Völler kauft immer Spieler und Trainer, die gerade irgendwo Erfolg haben oder hatten, aber er hat kein Konzept. Deshalb kann der Pharma-Konzern am Niederrhein jährlich abenteuerliche Summen ausgeben, aber Erfolg, geschweige denn längerfristiger Erfolg, stellt sich da absolut nicht ein.
swf3 09.06.2017
3. Man kann über Schade und Völler,
angesichts der Verpflichtung von Heiko Herrlich, nur noch staunen. Wieder so ein Experiment, weil kein Trainer, den Völler wirklich wollte, zu haben war. Hauptsache auf die Schnelle noch ein Vertragsabschluss. Bei Bayer ist man offensichtlich mit dieser Art von Management, das überhastet und ziellos wirkt, einverstanden. Das muss sich ein Klub erstmal leisten können. Darum eine gemütliche Situation für die Verantwortlichen, die sich weiter bemühen dürfen.
gnarze 09.06.2017
4. So ist das Geschäft...
... sich noch vor zwei Wochen in Regensburg feiern lassen und dann Adios. Aber darin hat er ja schon Erfahrung, wenn man an seinen Wechsel als Spieler von Gladbach nach Dortmund zurückdenkt.
aprilhh 09.06.2017
5.
Erinnert mich an die Geschichte mit Robin Dutt. Völler handelt mal wieder reaktionär, Plan- und Konzeptlos. Hauptsache irgendwas aus dem Hut gezaubert. Haz in Hoffenheim und Bremen ja auch geklappt. Da kann nix schief gehen Rudi!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.