Bayer-Coach Heynckes "Diese Niederlage ist für uns kein Beinbruch"

Jupp Heynckes erlebte in Dortmund "ein kurioses Spiel": Seine Leverkusener kassierten nach einer starken ersten Halbzeit noch drei Treffer. Im Interview spricht der Trainer über die Gründe für die zweite Saisonniederlage - und die Konsequenzen im Titelrennen.

Leverkusens Trainer Heynckes: "Wir hatten einen 15-minütigen Blackout"
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Leverkusens Trainer Heynckes: "Wir hatten einen 15-minütigen Blackout"


Frage: Herr Heynckes, beim überraschend deutlichen 0:3 in Dortmund hat Bayer Leverkusen zwei Gesichter gezeigt.

Heynckes: Das war aus unserer Sicht ein kurioses Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir ein Klassespiel gemacht. Wir hatten drei hochkarätige Chancen. Wir hätten 3:0 gewinnen müssen und haben schließlich 0:3 verloren.

Frage: Wie erklären Sie sich den Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit?

Heynckes: Wir haben das 0:1 aus einer Standardsituation nach einem Eckball kassiert. Ich musste Stefan Kießling in der Halbzeit auswechseln, wir mussten umstellen. Das hatte Auswirkungen, weil wir eine feste Zuordnung haben. Das hat offensichtlich für Verunsicherung gesorgt. Die restlichen beiden Tore resultierten aus individuellen Fehlern.

Frage: Nach dem 0:1 war ein Aufbäumen Ihrer Mannschaft kaum auszumachen. Wie haben Sie die zweite Halbzeit gesehen?

Heynckes: Wir haben versucht, den Rückstand zu korrigieren, aber der Gegner stand gut, und wir hatten nicht mehr die Überzeugung, das Spiel noch drehen zu können. Wir hatten einen 15-minütigen Blackout, und der Gegner hat Kapital daraus geschlagen.

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Frage: Welche Konsequenzen ziehen Sie aus der zweiten Saisonniederlage?

Heynckes: Wir werden genau analysieren. Man muss auch bedenken, wir haben eine junge Mannschaft mit fünf Leuten, die das erste Mal in dieser Saison in der Bundesliga spielen. Wenn man sieht, wie wir in den ersten 45 Minuten gespielt haben, glaube ich: Das hat noch keine Mannschaft in dieser Saison gezeigt. Wenn man aber die Qualifikation für die Champions League schaffen will, dann muss man solche Spiele gewinnen.

Frage: Bayer hat die Niederlage des unmittelbaren Konkurrenten Bayern München nicht nutzen können. Wie sehen Sie die Tabellensituation?

Heynckes: Durch die Niederlage ist nichts passiert, jedes der restlichen Spiele bleibt für uns von großer Wichtigkeit. Die Spieler müssen lernen, mit dieser Situation umzugehen. Diese Niederlage ist für uns kein Beinbruch. Wir werden zur Tagesordnung übergehen und uns auf das nächste Spiel gegen Schalke vorbereiten.

aufgezeichnet von Günter Bork, sid



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Seite 1
noodl 12.03.2010
1.
Zitat von sysopNoch ist der Titelkampf in der Fußball-Bundesliga völlig offen. Bayern, Bayer, Schalke - oder gar noch ein anderer Club: Wer liegt am Ende vorne?
Bayern.
ulan 1 12.03.2010
2. Ganz einfach
Zitat von sysopNoch ist der Titelkampf in der Fußball-Bundesliga völlig offen. Bayern, Bayer, Schalke - oder gar noch ein anderer Club: Wer liegt am Ende vorne?
Geld regiert die Welt. Da kein deutscher Fußballverein Bayern München hierin die Hand reichen kann, ist das Ergebnis eindeutig. Bis auf ganz wenige "Ausrutscher" hat sich diese Wahrheit für Bayern Münschen bestens und beständig gewährt. Es ist nahezu uninteressant, die Bundesliga dahingehend zu verfolgen, Sieger wird, wer die besten Spieler einkaufen kann.
Haio Forler 12.03.2010
3. .
Zitat von sysopNoch ist der Titelkampf in der Fußball-Bundesliga völlig offen. Bayern, Bayer, Schalke - oder gar noch ein anderer Club: Wer liegt am Ende vorne?
Bayern.
Kanzla87 12.03.2010
4.
Auch unter Beachtung des Restprogramms sehe ich (leider) die Bayern im Vorteil. Die nächsten 5 Wochen werden entscheident sein, dann da spielen alle 3 Mannschaften fast ausnahmslos gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel. Leverkusens Restprogramm mit Hamburg, Dortmund, Schalke, Frankfurt, Bayern und Stuttgart in den nächsten 6 Wochen klingt beeindruckend und wir enorm schwer. Auch Schalke hat mehrheitliche starke Gegner... Fazit: Bayern machts...
krafts 12.03.2010
5.
Zitat von Kanzla87Auch unter Beachtung des Restprogramms sehe ich (leider) die Bayern im Vorteil. Die nächsten 5 Wochen werden entscheident sein, dann da spielen alle 3 Mannschaften fast ausnahmslos gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel. Leverkusens Restprogramm mit Hamburg, Dortmund, Schalke, Frankfurt, Bayern und Stuttgart in den nächsten 6 Wochen klingt beeindruckend und wir enorm schwer. Auch Schalke hat mehrheitliche starke Gegner... Fazit: Bayern machts...
Genau. Wenigstens kann sich dann keine Mannschaft herausreden, denn alle haben es noch selber in der Hand.
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