Bayer-Krise Leverkusen patzt erneut gegen Drittligisten

In der Rückrunde wollte Bayer Leverkusen noch einmal angreifen. Derzeit sieht es eher nach einem Absturz aus. Der Bundesliga-Zwölfte ist nicht einmal unterklassigen Clubs gewachsen. Kapitän Carsten Ramelow schwant bereits Böses.


Leverkusen - Vier Tage nach der 0:3-Niederlage beim Wuppertaler SV verlor die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe gestern auch gegen Kickers Emden. Der Regionalliga-Aufsteiger, nach der Hinrunde Zehnter im Norden, siegte 2:0 (1:0). Vor lediglich 200 Zuschauern im Leverkusener Haberland-Stadion waren Velimir Grgic (19.) und Martin Stahlberg (83.) für die Gäste erfolgreich.

Bayer-Coach Skibbe: Desolate Leistungen
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Bayer-Coach Skibbe: Desolate Leistungen

"Wir sind mitten in der Vorbereitung", redete sich Skibbe in der "Bild"-Zeitung raus. Kritischere Worte findet Mannschaftsführer Ramelow. "Vermasseln wir den Start, dann wird es ernst und kritisch für uns", sagte der 31-Jährige eingedenk der momentan schwachen Form und der schweren Aufgaben in der Bundesliga nach der Winterpause.

Zum Rückrunden-Auftakt empfängt Leverkusen am 28. Januar den starken Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Dann geht es zu Rekordmeister FC Bayern München. Das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ist kein Selbstgänger, sehr schwer sogar das darauf folgende Gastspiel beim FC Schalke 04.

Große Hoffnung setzt Bayer auf den Rückkehrer Jens Nowotny. Bei der Niederlage gegen Emden war der Nationalspieler allerdings nicht in Form. "Ihm fehlt die Spielpraxis", sagte Skibbe, der im Testspiel auf Dimitar Berbatow (Knieverletzung), Roque Junior (Probleme mit der Achillessehne) und Clemens Fritz (Fieber) verzichten musste.



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