Fußball-Bundesliga Korkut wird neuer Trainer in Leverkusen - bis zum Sommer

Einen Tag nach dem Aus von Roger Schmidt hat Leverkusen einen neuen Coach präsentiert: Tayfun Korkut soll Bayer in den Europacup führen. Doch bereits im Sommer könnte er den Klub schon wieder verlassen.

Tayfun Korkut
Bongarts/Getty Images

Tayfun Korkut


Tayfun Korkut wird Interimstrainer beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Der Klub bestätigte entsprechende Berichte des "Kicker" und der "Bild"-Zeitung. Bayer hatte am Sonntag die Trennung von Chefcoach Roger Schmidt bekanntgegeben.

Korkut, 42, wird den Werksklub bis zum Saisonende übernehmen. Dann soll ein neuer Trainer präsentiert werden. Als mögliche Kandidaten gelten Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim), Martin Schmidt (Mainz 05) und Lucien Favre (OGC Nizza).

"Wir wollten einen neuen Impuls setzen, um unsere Ziele noch zu erreichen. Wir sind froh, dass wir mit ihm einen erfahrenen Trainer finden konnten", sagte Geschäftsführer Michael Schade. "Ich glaube, dass er die Köpfe freibekommen kann", sagte Sportchef Rudi Völler.

Korkut selbst betonte, dass er sich auf die bevorstehende Aufgabe freue: "Die Mannschaft ist sehr talentiert und hat viel Potenzial. Wir wollen gemeinsam die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb in Angriff nehmen", sagte Korkut bei seiner Präsentation.

Am Sonntag hatte Bayer die Freistellung Schmidts verkündet, der mit seinem Team zuletzt drei Pflichtspielpleiten mit zwölf Gegentoren hatte hinnehmen müssen, darunter das 2:6 bei Borussia Dortmund am vergangenen Samstag. Schmidt war seit Sommer 2014 Trainer in Leverkusen. Der Klub droht als Tabellenneunter, die angepeilte Qualifikation für den Europacup zu verpassen.

Für Korkut ist es nach Stationen bei Hannover 96 (Januar 2014 bis April 2015) und beim 1. FC Kaiserslautern (Juni 2016 bis Dezember 2016) der dritte Job als Chefcoach im Profibereich. Beim FCK hatte er seinen Vertrag auf eigenen Wunsch aufgelöst. Damals stand der FCK nach 17 Spieltagen auf dem 13. Platz in der Zweiten Liga.

mon/sid



insgesamt 48 Beiträge
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volkerrachow 06.03.2017
1. Du leeve Jott
Da macht Tante Käthe den Bock zum Gärtner. Korkut hat doch noch nie etwas gerissen. Der wurde in Hannover als Heilsbringer angekündigt und ist kläglich gescheitert.
K:F 06.03.2017
2. Bayer Leverkusen planlos!
Der Rausschmiss von Schmidt hat sich doch seit längerem angeküdigt. Hat Bayer denn wirklich nichts langfristiges in der Planung gehabt? Immer die alte Leier. Irgend einen abgehalfterten, gescheiterten Trainer, kurzfristig hinsetzen. Es fehlt nur noch das Völler den Neururer aus dem Hut zaubert.
Tavlaret 06.03.2017
3. Beim FCK ohne Gründe gegangen.
In der Vorrunde war Korkut beim 1. FCK in der 2. Liga alles andere als erfolgreich und verließ den Verein vor Weihnachten ohne Nennung von Gründen. Unter Norbert Meier wurden die Lauterer zwar nicht ein Phönix aus der Asche, die Mannschaft ist aber besser strukturiert, taktisch besser aufgestellt und spielt besseren Fußball. Der neue Trainer scheint die Mannschaft auch besser zu erreichen als der alte. Es ist völlig fragwürdig, was man in Leverkusen in Korkut sieht. Was soll dieser Mann jetzt dort bewirken? Die Mannschaft in einen europäischen Wettbewerb führen? Also mit Verlaub, das scheint mir ein Fehlgriff aus völliger geistiger Umnachtung heraus. Ich glaube, wenn Herr Korkut nicht total wider meiner Erwartungen zum Heilsbringer wird, ist in Leverkusen auch Rudi Völler nicht mehr unantastbar.
Mister Stone 06.03.2017
4. Völler hat völl!
Jetzt offenbart sich, dass Rudi Völler schon lange völl und fertig hat. Personalentscheidungen waren nie seine Stärke, auch nicht als Teamchef der Nati (Ramelow als Stammspieler in der Nationalsmannschaft gehalten war schon ein Hammer, aber Ziege aus der Arbeitslosigkeit zurück geholt für eine Europameisterschaft war obergenial). Gut, er hat die Nati einmal ins Finale einer WM gerumpelt, aber guter Fußball war das nie. Seine Billiglösung bis Saisonende ist vertretbar, denn jeder (!) Trainer wird es besser machen als zuletzt Schmidt, der in den letzten Monaten hysterisch und planlos agierte. Aber die Idee (oder hat SPON ein Gerücht kopiert?), solche etablierten Trainer, die Vertrag haben, öffentlich auf eine Kandidatenliste zu setzen "Hallo schaut alle her, wir sind ein Club mit viel Konzerngeld, wir möchten Euren Trainer kaufen" ist hinrissig hoch 17.
Adrianstein 06.03.2017
5. Ein Trainer für die einfachen Momente
Langfristig war wohl niemand mit Erfolgsgeschichte und entsprechendem Netzwerk verfügbar, um die Leverkusener oder besser Bayer Verwirrkusen wieder fürs einfache, aber schlagkräftige Spiel einzunorden. Die Abwehr ist so verunsichert worden, da kann dann das Potential minus Calhanoglu offensiv kaum abgerufen werden. Athletico Madrid ist da fürs Einnorden selbstredend unwichtig. Aber längerfristig kann die mit- dem- Rücken- zur -Wand- Taktik nicht international relevant sein.
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