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11. April 2013, 00:02 Uhr

Bayern, Barça, Real und Dortmund

Der Weg der Halbfinalisten

Die Champions-League-Halbfinalisten stehen fest, der Weg der Teams war dabei höchst unterschiedlich: Der BVB brillierte in der Todesgruppe - und schaffte im Viertelfinale ein Fußball-Wunder. Die Münchner blamierten sich in Weißrussland, besiegten Juventus aber souverän.

Hamburg - Die besten vier europäischen Teams kommen aus zwei Ländern: Mit Bayern München, Borussia Dortmund, Real Madrid und dem FC Barcelona stehen zwei Teams aus der Bundesliga und zwei aus der Primera División im Halbfinale der Champions League. SPIEGEL ONLINE zeichnet den Weg der Clubs nach.

Borussia Dortmund: Der BVB wurde Erster in der Meistergruppe - und das bei namhafter Konkurrenz. Doch weder Real Madrid (2:1; 2:2), noch Manchester City (1:1; 1:0) noch Ajax Amsterdam (1:0; 4:1) konnten gegen die Dortmunder gewinnen. Der BVB machte es in den K.-o.-Runden deutlich spannender: Gegen Schachtjor Donezk gewannen sie immerhin klar im Rückspiel (2:2; 3:0). Das Viertelfinale gegen Malaga hingegen entschied die Borussia erst in der Nachspielzeit des zweiten Spiels (0:0; 3:2).

FC Bayern München: Eine Niederlage leisteten sich die Münchner, die ebenfalls Gruppensieger wurden, in der Vorrunde - 1:3 gegen Bate Borrisow. Im Rückspiel rehabilitierten sich die Bayern (4:1) dann. Ansonsten gab es gegen Valencia einen 2:1-Sieg und ein 1:1-Unentschieden. Auch Lille (1:0; 6:1) bereitete dem FCB keine Probleme. Das Achtelfinale gegen den FC Arsenal hätte nach dem 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel zum Spaziergang werden können, doch die 0:2-Rückspielniederlage ließ die Bayern-Fans zwischenzeitlich zittern. Die Viertelfinal-Aufgabe Juventus Turin absolvierten sie dann wieder gewohnt souverän (2:0, 2:0).

Real Madrid: Die Königlichen gingen als Favorit in die Todesgruppe D. Außer gegen Dortmund (1:2, 2:2) präsentierte sich Real gegen Ajax (4:1, 4:1) und Manchester City (3:2, 1:1) sehr souverän. Im Achtelfinal-Kracher gegen Manchester United kam Real glücklich weiter, wie selbst Trainer José Mourinho zugab: "Die bessere Mannschaft hat verloren". Eine unberechtigte Rote Karte gegen Uniteds Nani brachte im Rückspiel die Wende und den 2:1-Sieg zum Weiterkommen. Im Viertelfinale gegen Galatasaray spielte Madrid zu Hause groß auf und gewann 3:0, im Rückspiel gab es bei halber Kraft eine 2:3-Niederlage. Real steht nun zum dritten Mal in Folge im Halbfinale.

FC Barcelona: Der Dauergast hat es wieder unter die besten vier Teams Europas geschafft - zum sechsten Mal in Serie. So viel Mühe wie in dieser Saison hatte Barça zuvor aber nie. Gegen schwache Gegner (Spartak Moskau, Benfica Lissabon und Celtic Glasgow) setzten sich die Katalanen noch recht mühelos durch, vom sensationellen 1:2 bei Außenseiter Celtic mal abgesehen. Im Achtelfinal-Hinspiel unterlag Barcelona dem AC Milan 0:2, Nachrufe vom Ende einer Ära machten bereits die Runde. Dann zauberten sich die Spanier im Rückspiel zu einem 4:0. Gezittert wurde im Viertelfinale gegen Paris St. Germain, nur dank der Auswärtstorregel setzte sich Barça mit zwei Remis (2:2, 1:1) durch. Allerdings waren die Franzosen der womöglich stärkste Viertelfinal-Gegner.

bka/max

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