21. Spieltag Bayern holt Punkt in letzter Minute

Bayern erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich in Berlin. Borussia Dortmund gewann trotz leerer Südtribüne souverän gegen den VfL Wolfsburg. Im Abstiegskampf konnten Ingolstadt und Bremen dreifach punkten.

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Hertha BSC - FC Bayern München 1:1 (1:0)

Der FC Bayern hat die erste Pflichtspielniederlage seit November letzten Jahres in letzter Sekunde verhindert. Vedad Ibisevic brachte die Berliner in der 21. Minute in Führung. Der Bosnier drückte eine Freistoßflanke von Plattenhardt mit dem Fuß aus kurzer Distanz über die Linie. Es war Ibisevics erstes Tor seit dem 12. Spieltag.

Die Münchner kamen erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich. Thiago hatte mit einem Freistoß vom linken Flügel flach den im Rücken der Abwehr lauernden Arjen Robben bedient. Dessen Schuss konnte die Hertha-Abwehr zwar blocken, doch Robert Lewandowski stand goldrichtig und traf per Abstauber. Es war das späteste Bundesligator seit Beginn der detaillierten Datenerfassung 2004.

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Bundesliga: Last-Minute-Bayern und leere Südtribüne

Bayern bleibt nach dem Unentschieden Tabellenführer, RB Leipzig könnte den Rückstand auf den Rekordmeister bei einem Sieg am Sonntag in Gladbach (15.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) aber auf fünf Punkte verkürzen.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Wolfsburg erzielte das erste Tor in Dortmund, brachte damit allerdings den BVB in Führung. Nach einer Ecke von Ousmane Dembélé bekam Mario Gomez den Ball nicht aus dem Strafraum, Lukasz Piszczek spitzelte ihn in den Fünfmeterraum, wo Jeffrey Bruma unglücklich ins eigene Tor köpfte (20. Minute).

Piszczek erhöhte in der 48. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz auf 2:0. Auch am dritten Tor war Piszczek wieder beteiligt. Seine Flanke köpfte Dembélé zum 3:0 ins Netz (59.). Dortmund verbessert sich damit in der Tabelle auf den dritten Rang, punktgleich mit der TSG Hoffenheim (beide 37).

FSV Mainz - Werder Bremen 0:2 (0:2)

Dank eines 2:0-Auswärtssiegs beim FSV Mainz verlässt Werder Bremen vorerst die Abstiegsplätze. Dabei reichten den Gästen zwei gute Standardsituationen, um den ersten Sieg seit dem 10. Dezember letzten Jahres einzufahren.

Nach einer Junuzovic-Ecke von rechts stand Serge Gnabry am langen Pfosten sträflich frei und brachte die Gäste per Kopf früh in Führung (16.). Kurz darauf erhöhte Thomas Delaney mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern auf 2:0 (23.). Es war das erste Bundesligator des Winterzugangs aus Dänemark. Die besten Chancen in der zweiten Halbzeit vergaben Werders Niklas Moisander (51.) und auf der anderen Seite Stefan Bell (60.).

Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt 0:2 (0:1)

In Frankfurt erwischte Außenseiter Ingolstadt den besseren Start. Eine Ecke von Pascal Groß verwandelte der völlig frei stehende Romain Brégerie aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. Und es kam noch dicker für die Eintracht: Nach einem Tritt gegen Dario Lezcano flog Frankfurts David Abraham vom Platz (35.). Trotz Unterzahl hatte Frankfurt die Chance zum Ausgleich.

Nach einem Zusammenprall zwischen Eintrachts Ante Rebic und Ingolstadt-Torhüter Martin Hansen entschied Schiedsrichter Guido Winkmann auf Elfmeter. Makoto Hasebe trat an, Hansen hielt, der Ball prallte zurück zu Hasebe, der statt des leeren Tores aus fünf Metern im Nachschuss nur die Latte traf. Besser machte es Ingolstadt auf der anderen Seite. Nach einem Foul von Michael Hector an Mathew Leckie gab es erneut Strafstoß. Pascal Groß schoss den Ball unter die Latte zum 2:0. Zehn Minuten vor Schluss gab es dann auch für Leckie die Rote Karte. Der Australier musste nach einem Tritt gegen Bastian Oczipka den Platz verlassen.

TSG Hoffenheim - Darmstadt 98 2:0 (0:0)

Lange mussten die 28.000 Zuschauer in Hoffenheim auf ein Tor warten. Der eingewechselte Andrej Kramaric traf nach 64 Minuten zur 1:0-Führung für die Gäste. Nach Vorarbeit von Marco Terrazzino tunnelte der Kroate 98-Torhüter Michael Esser aus spitzem Winkel. In der Nachspielzeit erhöhte wiederum Kramaric per Elfmeter auf 2:0. Darmstadt bleibt weiterhin Tabellenletzter. Das Team von Trainer Torsten Frings hat nun schon sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

mig/mmm



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spadoni 18.02.2017
1. Schiedsrichter-Bonus
Und wieder einmal wurde dem FC Bayern vom Schiedsrichter eine Nachspielzeit von 5 Minuten eingeräumt, die solange ausgedehnt wurde bis der FCB, dann schlussendlich in der 97. Minute, ein Tor erzielte. Sowas geht gar nicht, hier werden die anderen Clubs hier klar benachteiligt!
aurichter 18.02.2017
2. Es werden
fünf Minuten angezeigt als Nachspielzeit und gespielt wird dann aber solang, bis der FC Bayern in den Genuss des Bayerndusel kommt. Es hätte mich wahrlich nicht gewundert, wenn auch noch 7/8/9 Minuten nachgespielt worden wäre falls das Ausgleichtor nicht "schon" in der 96 !! Minute gefallen wäre. Da kann man Pal Dardais Kritik durchaus verstehen, das ist eine Frechheit vom Schiedsrichter. Absolute Lachnummer von Seiten des Referees. Die Bayern dürfen halt nicht verlieren, ein Aufsteiger könnte ja noch gefährlich werden, das geht doch gar nicht. Der Hertha sind so eben 2 Punkte wortwörtlich gestohlen worden. Bitter, sehr bitter, aber Kopf hoch, denn es wurde gut gekämpft, aber gegen einen Pfeifenmann kann man nicht gewinnen!
ge1234 18.02.2017
3. Passt scho!
Das Unentschieden geht in Ordnung. Letztendlich war es das nach der CL-Gala erwartete mittelmäßige Spiel mit einem denkbar schlechten Schiedsrichter. Bezeichnend für eine Spitzenmannschaft ist, dass sie bis zur letzten Sekunde um den Sieg kämpft bzw. sich gegen eine drohende Niederlage stemmt. Davon abgesehen zeichnet sich aber auch ab, dass Bayerns Hauptproblem nicht die Nachfolge Lahms auf der RV-Position ist, sondern die Nachfolge Alonsos als spiritus rector auf der sechs. Vidal hat gezeigt, dass er ein "Krieger" ist, aber kein "Feldherr", Kimmich fehlt es vermutlich an Erfahrung für diese wichtige Position, Zeit, diese zu sammeln, wird er bei Bayern nicht bekommen. Insofern wird Bayern im Sommer viel Geld für diese Position in die Hand nehmen müssen. Anbieten würde sich auf dem geforderten Niveau hierfür z.B. ein Marco Verrati. Alternativ denkbar wäre auch ein Thiago auf der sechs und stattdessen ein James oder Isco von Real für die 10, wobei diese beiden alleine schon von der Ablöse realistischer wären als Verrati. Und Kimmich wird seine Chance bekommen, sich als rechter Außenverteidiger zu etablieren; mit Rafinha als Backup kann da wenig schiefgehen.
Wolfgang Maier 18.02.2017
4. Was zahlen die Bayern
eigentlich den Schiedsrichtern? Ist ja nicht das erste Mal das wenn die Bayern zurück liegen unendliche und unnötige Nachspielzeit angeordnet wird. Und dann wird noch die Nachspielzeit verlängert bis die Bayern endlich das Tor treffen. Das ist nicht nur dem jeweiligem Gegner gegenüber unfair sondern der gesamten Liga. Aber das ist Bayern. Wenn man schon nicht aus eigener Kraft etwas holt muss halt der Schiri nachhelfen. Schwache Vorstellung.
bobflag 18.02.2017
5. Nun ja,
Zitat von aurichterfünf Minuten angezeigt als Nachspielzeit und gespielt wird dann aber solang, bis der FC Bayern in den Genuss des Bayerndusel kommt. Es hätte mich wahrlich nicht gewundert, wenn auch noch 7/8/9 Minuten nachgespielt worden wäre falls das Ausgleichtor nicht "schon" in der 96 !! Minute gefallen wäre. Da kann man Pal Dardais Kritik durchaus verstehen, das ist eine Frechheit vom Schiedsrichter. Absolute Lachnummer von Seiten des Referees. Die Bayern dürfen halt nicht verlieren, ein Aufsteiger könnte ja noch gefährlich werden, das geht doch gar nicht. Der Hertha sind so eben 2 Punkte wortwörtlich gestohlen worden. Bitter, sehr bitter, aber Kopf hoch, denn es wurde gut gekämpft, aber gegen einen Pfeifenmann kann man nicht gewinnen!
als Bayernfan sieht man es genau andersherum. Ohne Ende Fouls und Zeitspiel der Hertha. Beim Schiri habe ich schwere Zweifel, der hätte am liebsten das absolut reguläre 1:1 nicht gepfiffen. Eigenartiger Typ. Greade in Berlin. PS: Unsachlich kann ich auch. Zum Ende zumindest. .-)
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