Testspielsieg FC Bayern nimmt Fenerbahce auseinander - Rummenigge kritisiert Kovac

Sportlich gab es beim 6:1-Sieg der Münchner viel Positives. Doch die Verletzung von Serge Gnabry und der Rüffel von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge für Niko Kovac trübten die Stimmung. Einen Eklat gab es bei den Gästen.

Zwei Spieler, vier Tore: Thomas Müller und Leon Goretzka
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Zwei Spieler, vier Tore: Thomas Müller und Leon Goretzka


Der FC Bayern München hat das Halbfinale im Audi Cup gegen Fenerbahce 6:1 (5:0) gewonnen. Die Treffer für den deutschen Rekordmeister erzielten in der heimischen Allianz Arena Renato Sanches (22. Minute), Leon Goretzka (28.), Thomas Müller (31., 43. Foulelfmeter, 58.) und Kingsley Coman (40.). Für den 19-fachen türkischen Meister traf der Ex-Bremer Max Kruse in der 64. Minute.

Dreifachtorschütze Müller

Bei den überforderten Gästen, die in der vergangenen Saison mit dem sechsten Platz in der türkischen Süper Lig die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb verpasst hatten, vergab Kruse die erste Chance der Partie (5.). Danach spielten allerdings nur noch die Münchner, die nach dem Sieg am Mittwoch im Finale auf Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur (20.30 Uhr, TV: ZDF) treffen. Die Nordlondoner hatten ihr Halbfinale durch einen Treffer von Harry Kane 1:0 gegen Real Madrid gewonnen.

Gnabry verletzt, Eklat um Dirar

Dreifachtorschütze Müller wurde in der 20. Minute für Serge Gnabry eingewechselt. Der Nationalspieler hatte sich bereits früh in der Partie eine Verletzung zugezogen, über deren Schwere zunächst nichts bekannt wurde.

Nabil Dirar war der Sündenbock aus Sicht der türkischen Fans
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Nabil Dirar war der Sündenbock aus Sicht der türkischen Fans

Aufreger bei den Gästen: Nachdem Mittelfeldspieler Nabil Dirar von zahlreichen Fans seines Teams als Sündenbock für die herbe Niederlage auserkoren und wiederholt ausgepfiffen wurde, wollte er knapp 20 Minuten vor Schluss den Platz verlassen. Nur seinen intervenierenden Mannschaftskollegen konnten ihn daran hindern.

Rummenigge rüffelt Kovac

Bereits vor der Partie hatte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, Trainer Niko Kovac für seinen öffentlich bekundeten Optimismus bei einem möglichen Transfer von Leroy Sané gerügt: "Mir hat die Aussage nicht gefallen. Da mache ich keinen Hehl draus. Wir haben mit Manchester City ein sehr gutes Verhältnis, unser ehemaliger Trainer Pep Guardiola ist da Trainer", sagte er im ZDF. "Ich möchte daran erinnern, der Spieler ist noch bei Manchester City unter Vertrag."

Karl-Heinz Rummenigge möchte City nicht verärgern
Matthias BalkDPA

Karl-Heinz Rummenigge möchte City nicht verärgern

Kovac hatte im Vorfeld des Vorbereitungsturniers gesagt, dass er an einen Deal mit Sané und Manchester City glaube. "Ich bin sehr zuversichtlich, davon gehe ich aus, dass wir ihn bekommen können."

Auf die Frage, wie Kovac zu der Einschätzung komme, sagte Rummenigge: "Das weiß ich nicht."

mfu/dpa



insgesamt 49 Beiträge
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Seite 1
mussich 30.07.2019
1. wenn der Chef einen nicht mag, muss man kündigen
leider geht der falsche Bayern-Chef. Kovac sollte sehen, dass er weg kommt. Besser wird es nicht mehr.
jo_manji65 30.07.2019
2. ...
...für diese Aussage eine Rüge zu bekommen ist lächerlich... was soll er sonst sagen?...jeder Trainer an seiner Stelle würde hoffen und daran glauben das der Transfer klappt...und ...worauf der Glaube begründet sein soll ist völlig irrelevant...Glaube muss nicht begründet werden...Glaube ist eine gefühlsmäßige Einschätzung
räbbi 30.07.2019
3.
Bereits während des Interviews mit Rummenigge war ich erstaunt, wie man nur so unglaublich dümmliche Fragen stellen kann. Dieses Interview war einfach nur ein völlig überflüssiger Lückenfüller bis zum Anpfiff. Aber gut, welches Interview ist schon wirklich erhellend? Was erwartet man denn als Antwort, wenn nach laufenden Verhandlungen gefragt wird? Soll er sich drüber freuen, dass ein Kovac sein loses Mundwerk nicht zügeln kann? Der Herr R. blieb da erstaunlich gelassen und professionell.
doppelnass 30.07.2019
4. Rummenigge, die Zwote
"Beim FC Bayern muss jeder liefern." Herr Rummenigge, Kovac hat geliefert. Also, liefern Sie auch.
grätscher 30.07.2019
5.
Hui, sie an. Auf einmal nimmt es der Chef aber ganz genau. Wo er doch oft zu möglichen Wechseln von Spielern zu den Bayern gesprochen hat, die selbst noch bei anderen Vereinen unter Vertrag standen. Entweder ist die Sache mit Sané zu Ungunsten der Bayern am ausgehen oder man will Kovac schnellst möglich loswerden. Würde mich mal interessieren, wie die interne Kommunikation bei den Bayern abläuft. Es bleibt spannend, ich würde mich über einen Sané in der Bundesliga freuen
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