Champions League Lewandowski beschert dem FC Bayern den dritten Sieg im dritten Spiel

Der FC Bayern hat in der Champions League auch die Auswärtshürde in Piräus genommen. Die Münchner taten sich allerdings lange Zeit schwer, konnten sich jedoch wieder auf ihren Torjäger verlassen.

Robert Lewandowski trifft und trifft auch in der Champions League
Alexander Hassenstein Getty Images

Robert Lewandowski trifft und trifft auch in der Champions League


Es war keine glänzende Vorstellung, aber es hat zum Sieg gereicht. Der FC Bayern hat bei Olympiakos Piräus 3:2 (1:1) gewonnen und damit seine makellose Bilanz in dieser Champions-League-Saison auch im dritten Spiel gewahrt. Wieder war es Mittelstürmer Robert Lewandowski, der mit seinen Treffern für den Erfolg sorgte.

Bayern-Trainer Niko Kovac hatte nach den zuletzt enttäuschenden Bundesligapartien gegen Hoffenheim und Augsburg diesmal Thomas Müller in die Startelf beordert. Der Einsatz von Müller war in der Öffentlichkeit zuletzt häufig gefordert worden, Kovac betonte vor dem Spiel jedoch, es habe bei der Aufstellung "keinen Einfluss von außen" gegeben.

In der Innenverteidigung stellte er die Franzosen Benjamin Pavard und Lucas Hernández auf, sie sollten die Lücke füllen, die der mit Kreuzbandriss monatelang ausfallende Niklas Süle hinterlässt. Die Umstellungen machten sich ebenso bemerkbar wie das fehlende Selbstvertrauen nach den letzten Spielen: Die Bayern begannen nervös, unsicher, mit vielen Fehlanspielen.

Führung mit der ersten Torchance

Dennoch kam die Führung der Griechen überraschend: Mit seiner ersten Torchance traf Olympiakos zum 1:0 durch Youssef El-Arabi. Der Angreifer profitierte beim Kopfball davon, dass die Bayern-Abwehr in dieser Situation viel zu sorglos agierte. Joshua Kimmich konnte die Flanke nicht verhindern, in der Abwehrzentrale machte Hernández eine unglückliche Figur. Manuel Neuer bekam El-Arabis Kopfstoß erst hinter der Torlinie zu fassen. Der Torwart absolvierte sein 103. Champions-League-Spiel und hat damit Oliver Kahn eingeholt.

Die Bayern wirkten danach noch kopfloser, hätten fast das 0:2 kassiert, fingen sich dann aber wieder. Und belohnten sich mit dem Ausgleich in der 34. Minute. Eine Flanke von Javi Martínez erwischte Thomas Müller im Strafraum. Piräus-Keeper José Sa konnte den Schuss nur abklatschen lassen, der Ball fiel vor die Füße von Robert Lewandowski, der vollstreckte zum 1:1-Pausenstand.

Nach dem Wechsel erwischten wieder die Griechen den besseren Start, diesmal trafen eher die Bayern aus dem Nichts. In der 62. Minute stocherte natürlich Lewandowski den Ball zur Führung nach einer Ecke über die Linie. Es war bereits das fünfte Tor des Polen in dieser Champions-League-Saison.

Zittern bis zum Schluss

Auch danach tat sich der Deutsche Rekordmeister schwer. Dabei schien nach 75 Minuten alles klar zu sein, als der eingewechselte Corentin Tolisso mit einem feinen Distanzschuss das 3:1 erzielte. Aber die Freude währte nur vier Minuten, dann verkürzte der Brasilianer Guilherme zum 2:3. Die Schlussminuten wurden zur Zitterpartie, die die Bayern aber schadlos überstanden.

Getrübt wurde der Erfolg allerdings von zwei Umständen: Vor dem Spiel hatten griechische Hooligans bei dem Youth-League-Duell zwischen Olympiakos und den Bayern massiv randaliert. Zudem musste Hernández Anfang der zweiten Hälfte den Platz verletzt verlassen - nach Süle meldet sich damit der zweite Innenverteidiger innerhalb weniger Tage ab.

Olympiakos Piräus - Bayern München 2:3 (1:1)
1:0 El-Arabi (23.)
1:1 Lewandowski (34.)
1:2 Lewandowski (62.)
1:3 Tolisso (75.)
2:3 Guilherme (79.)
Piräus: José Sa - Elabdellaoui, Rúben Semedo, Meriah, Tsimikas - Guilherme - Podence, Bouchalakis (69. Lovera), Camara (88. Randjelovic), Masouras (79. Guerrero) - El-Arabi
München: Neuer - Kimmich, Pavard, Hernández (59. Boateng), Alaba - Martínez (46. Tolisso) - Müller (86. Perisic), Thiago, Coutinho, Gnabry - Lewandowski
Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)
Gelbe Karten: Rúben Semedo, El-Arabi / Thiago, Neuer
Zuschauer: 30.000

aha



insgesamt 5 Beiträge
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Orthoklas 22.10.2019
1. Ohne Lewa geht nix
Schon wieder zwei Gegentore, schon wieder schwach gespielt. Ich lege mich fest: ohne Kovac wäre es wohl besser.
blueeye2001 22.10.2019
2.
Ein verdienter Arbeitssieg! Nicht mehr und nicht weniger. Aber was war denn das andauernd für ein Störton? Hat mich spontan an Hoffenheim gegen Dortmund erinnert.
ptb29 22.10.2019
3. Piräus ist kein Kanonenfutter
Andere Mannschaften haben da schon verloren. Wichtig ist der Sieg.
leopoldstotch 22.10.2019
4. So kann es nicht weitergehen
Drei in keinster Weise herausgespielte Tore, allesamt Pingpong-Abpraller-Abstauber (auch wenn der Schuss von Tolliso natürlich sehr schön war), unfassbar viele Fehlpässe und wie immer keine Abstimmung oder Taktik erkennbar. Hinten vogelwild - daher auch die inzwischen obligatorischen zwei Gegentore pro Spiel. Es gab Zeiten, da hat Bayern 5 Gegentore bekommen. In einer Saison.
marcuhlig 23.10.2019
5.
es macht derzeit wenig Spaß den Bayern zuzuschauen. langsam, ideenlos, ungenau, man verliert gefühlt jeden Zweikampf und die Defensive ist einfach nur schlecht, Tore scheinen reine Zufallsprodukte zu sein. das Spiel in Tottenham kann man nun getrost als positiven Ausreißer sehen, wobei man da auch mehr gewackelt hat als das Ergebnis ahnen lässt. und natürlich war es ein Fehler mit so einem kleinen Kader in die Saison zu gehen. über einen Trainerwechsel zu diskutieren macht mangels Alternativen auch wenig Sinn zumal zunächst mal auch UH und HS ihre Koffer packen sollten bevor wieder mit einer besseren Personalpolitik zu rechnen ist. es zeichnet sich eine Saison zum vergessen ab, hoffentlich hält sich UH zurück und macht uns mit dümmlichen Aussagen nicht auch noch lächerlich.
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